starte erste überlegungen wegen weihnachtswunschzettel.
frage: welche bücher von neil gaiman findet ihr besonders gut und warum?
und jetzt noch generell: welchen lesestoff findet ihr unbedingt empfehlenswert? also für mich jetzt?
starte erste überlegungen wegen weihnachtswunschzettel.
frage: welche bücher von neil gaiman findet ihr besonders gut und warum?
und jetzt noch generell: welchen lesestoff findet ihr unbedingt empfehlenswert? also für mich jetzt?
bisher kannte ich nur die große erika fuchs als comicüberetzerin. dass aber für die deutschen asterix-varianten auch eine frau zuständig ist, wusste ich nicht.
hier gibt es ein wirklich interessantes interview mit gudrun penndorf. spannend ist zum beispiel, was sie über die recherche erzählt:
Ein sehr gutes Beispiel für Recherche waren die Olympischen Spiele. Da half mir sehr mein „Meyers Konversationslexikon“ von 1905. Den alten Meyer hatte ich unabhängig von Asterix mal antiquarisch gekauft. Eine wahre Fundgrube! Und viel, viel interessanter als heute Wikipedia. Da habe ich entdeckt, dass Uderzo und Goscinny hervorragend dokumentiert waren. Denn es stimmt alles aus dieser Zeit. Da gibt es keine Erfindung. Und wenn es eine Erfindung ist, so wie dieses Restaurant über der Autobahnbrücke im Band „Asterix bei den Schweizern“, ist das ein herrlicher Anachronismus, aber den erkennt man!
(via anke gröner)
wenn man sich selbst etwas zu weihnachten schenken möchte, rate ich hierzu: eine neuausgabe von lord of the flies, illustriert von sam weber.

(wobei man sich sicherlich alles von der folio society bedenkenlos schenken kann. so schön ist das.)
Sehr geeherter Verlag XY,
Sie kennen mich nicht. Mich kennt auch noch gar niemand im Verlagswesen. Nun habe ich meinen ersten Roman fertiggestellt. Freunde und Verwanten finden ihn toll so dass ich nun den Schritt der Veröffentlichung wage. Für mein Leben gerne lese ich, und mag alle literarischen Sorten. So bringt das Buch Liebe, Jugend, Entwicklung, Erotik, Historie, Fantasy, Sience-Fiction, Krimi, Horror und Wandern zusammen. Ein Roman sollte ja auch autentisch und auto-biographisch sein. Der Titel heisst: „Über-All“.
so beginnt der brief, den der zukünftige romancier rico beutlich an einige deutschsprachige zuschussverlage geschickt hat, damit die ihm – gegen bezahlung natürlich, denn so funktioniert deren geschäftsmodell – sein über 800 seiten langes werk zwischen zwei buchdeckeln drucken.
was die “verleger” nicht wussten: rico beutlich ist das pseudonym von drei deutschen autoren, die das system der bezahlverlage vorführen wollten. mit erfolg. trotz der grauenhaften leseprobe haben alle verlage interesse bekundet und fast alle kostenvoranschläge geschickt. und dann wunderbare ausreden erfunden, als sie vom spiegel mit der sache konfrontiert wurden.
hier kann man alles im spiegel nachlesen.
hier steht das komplette anschreiben von rico beutlich, und hier ist die absichtlich mit rechtschreib- und grammatikfehlern angereicherte leseprobe. einer der autoren hat sogar als rico beutlich ein youtube video angefertigt. viel vergnügen!
(via isabo)
die kleine raupe nimmersatt feiert ihren 40. geburtstag, und ihr erfinder eric carle liest das buch vor.
es begab sich wohl zur zeit meines ersten weblogs, also um 2001 herum, dass ich im netz auf eine seite stieß, über die einem – so man es wollte – regelmäßig post vom jungen werther zugestellt wurde. entweder in den originalen zeitabständen oder täglich. die seite gibt es immer noch. oh, nostalgie! (der erste werther-brief stammt übrigens vom 4. mai. ha, jahrestag!)
eingefallen ist mir das, weil ich dieses blog entdeckt habe, in dem bram stoker’s dracula fein säuberlich in die einzelnen tage aufgedröselt und zeitgerecht gepostet wird. (via alex epstein)
liebes tagebuch,
habe ich dir eigentlich schon erzählt dass ich neulich in der bibliothek war? in der hauptbibliothek, um genau zu sein. fünf jahre bin ich jetzt in wien angesiedelt und immer noch hatte ich keinen bibliotheksausweis. quasi skandal. das habe ich vor knapp zwei wochen geändert. ah, der geruch von büchern.
seit 15 jahren war ich nicht mehr zweckfrei in einer bücherei. als ich 1992 begonnen hatte zu studieren (germanistik und publizistik) hatte ich aufgehört zu lesen. also lesen aus vergnügen meine ich. von da an gab es zehn jahre nur mehr lesen aus pflicht. viele stunden in universitätsbibliotheken, viele texte, die ich freiwillig nicht gelesen hätte. einige interessante waren dabei, aber viele unverständliche und vor allem viele, die ich zu dem zeitpunkt schlichtweg freiwillig nicht lesen wollte.
am tag als ich die letzte germanistik prüfung hinter mich gebracht hatte, fing ich wieder an zu lesen. zaghaft zwar, aber immerhin. interessant. aber in bibliotheken ging ich danach auch nicht mehr. bis jetzt.
jedenfalls: hier einige links zum thema bücher.
bibliodyssey.
buchcover 1.
buchcover 2.
bookarmy.
ich bin dann mal lesen.
transferiere gerade meine wichtigsten kinderbücher nach wien. werde nostalgisch. aber interessante entdeckung: mir wurde ionesco vorgelesen. da muss ich so ungefähr drei oder vier gewesen sein.
aber jetzt: in einer der illustrationen von “geschichte nummer 1″ (autor: eugene ionesco, illustration: etienne delessert) ist ganz unten ein gezeichnetes pärchen zu sehen, und die frau trägt einen luftballon, der die form eines wilden kerls hat. und zwar des wilden kerls der die arme hochreißt auf der doppelseite nachdem max sagt “und jetzt machen wir krach!”.

(aufs bild klicken für etwas größere variante)
den zusammenhang musste ich natürlich sofort googeln. habe aber noch kein eindeutiges ergebnis gefunden, außer dieselbe frage bei google answers.
nachdem malo hier auf den erwerb eines new yorker abos hingewiesen hat, habe ich es ihm gleichgetan. des schwachen dollarkurses, der unglaublichen importgebühren beim kauf am zeitschriftenstand (eine(!) ausgabe kostet beim morawa am westbahnhof 9,80 euro. ich will das gar nicht auf 47 ausgaben pro jahr hochrechnen – das jahresabo kostet umgerechnet nur 80 euro…), und natürlich des lesens und der bildung wegen.
(note to self: mehr lange sätze mit “wegen” am ende bilden.)
((malo weist im selben post auch auf die genialität von “the wire” hin, aber ich habe es trotz mehrerer anläufe immer noch nicht geschafft, die geduld aufzubringen, bis mich die serie endlich packt. bei “mad men” hingegen stimme ich zu, uneingeschränkt.))
(((ui, der onlinezugang zum new yorker ist schon aktiviert – uh, ah!)))
am vormittag mit f. in der albertina den van gogh, schnee und eis und die sammlung baltliner aufgesaugt. dann noch prunkräume durchwandert, für wohnungsinspirationen. mittags am naschmarkt sushi gegessen. und später zwischen den olivenbäumen auf der terrasse vom café leopold kaffee getrunken. viel über kunst geredet, ein bisschen auch über den job und über mich. immer wieder auch gar nichts geredet. versucht mich zu erinnern, wann ich das letzte mal an einem wochentag so etwas getan habe. es fällt mir nicht ein.
mir geht es gut. und ich mag wien.
in paris abbitte gelesen. (und dann noch einen stephen fry angefangen. das hätte beides eher zum letzten urlaub in england gepasst, aber na gut.)
abbitte also. auf den film hatte ich mich gefreut, dann habe ich ihn relativ schnell vergessen. und wie ich jetzt das buch gelesen habe, ist mir auch wieder eingefallen, warum. weil der film in zwei teile zerfällt, und weil mich der twist am ende dann geärgert hat. was ich aber beim lesen des buches entdeckt habe: dass ich glaube herausgefunden zu haben, wieso das buch in letzter konsequenz keine gute filmgeschichte abgibt. sicher, die liebesgeschichte ist dramatisch. die bilder sind stellenweise episch. aber im grunde geht es in dem gesamten roman ums schreiben. es ist ein meta-text, verpackt in eine geschichte. und das funktioniert zwischen zwei buchdeckeln gut. aber auf der leinwand hört es ab einem bestimmten punkt auf zu funktionieren. selbst wenn man die schreibmaschinenmetapher geschickt verwendet. aber die metaebene lässt sich eben letztlich nicht visualisieren.
lese gerade “wassersucher” von rick moody, und mir kommt vor, er packt da all die beobachtungen, all das wissen hinein, das sich über die jahre in seinem ordner mit der aufschrift “ideen” angesammelt hat, und in diversen notizbüchern. und er hat eine diebische freude daran, die mosaiksteinchen fröhlich herummeandern zu lassen, und das alles nur durch ein blassrotes fädchen ganz sporadisch zusammenzuhalten. und außerdem etwas sicherlich unverfilmbares geschrieben zu haben. obwohl die form des buches ja eine tv serie vorschlagen würde. produziert von HBO.
bah, ich halt das nicht aus! auf jeder seite von diesem einen krimi, den ich grad aus beruflichen gründen lesen muss, also es handelt sich um einen roman, der im original auf englisch ist, aber ich habe hier die deutsche version, und da fühlt sich die übersetzung so unbeholfen an, ich finde das unerträglich. wenn man das englische schon durchspürt, sogar ich als nichtexpertin merke das, und dann noch unpassende wortneuschöpfungen, vermutlich durch eine 1:1 übersetzung entstanden, und falsche metaphern, und dialoge, die in hölzerstem deutsch passieren, das geht sich alles nicht aus, und ich kann gar nicht mehr über den kriminalfall nachdenken, wie der in ein drehbuch üebrsetzbar ist, sondern dauernd hauen mich die falschen wörter aus der bahn. das buch war ein bestseller auf deutsch. kapier ich nicht, wie man das aushält.
das thema des neuen du-heftes: tatort. der mord zum sonntag. (und in der nächsten ausgabe geht es um astrid lindgren. auch gut!)