das ipad und ich, wir haben uns ineinander verliebt. vor allem hat es mir flipboard angetan. endlich sehe ich alle fotos, seiten und videos die auf facebook, twitter & co. verlinkt sind sofort. und vor allem sieht das plötzlich so unglaublich elegant aus. ich kann mich durch seiten wie booooooom und ffffound wie durch ein schön layoutiertes magazin klicken, und entdecke dabei die großartigsten dinge. wie das weblog this isn’t happiness zum beispiel. und dann spiele ich eine runde tiny wings und erfreue mich an der flugfreude des kleinen vögelchens. hach.

gestern wollte ich mir ein xylophon kaufen. so eins mit bunten metallplättchen, für kinder. es gab aber dort wo ich war keines mit 12 oder mehr tönen. habe stattdessen ganz kurz mit einer pinkfarbenen ukulele geliebäugelt, sie dann aber doch nicht gekauft. aber dass die dort nicht einmal ein kazoo hatten enttäuscht mich. (file under: einkaufen bei ladenschluss)

einen text für hier geschrieben, ihn für nicht publizierbar befunden, er ist zu privat. nur so viel: mein leben scheint ein loop zu sein, nein, eher eine spirale. einige freunde von ganz früher treten gerade wieder darin auf, und das ist eine sehr schöne angelegenheit. unschön hingegen das gefühl des lebens in einem verunsichernden zwischenstand das ich seit wochen habe. ich stolpere dahin und ich habe überhaupt keine ahnung wo das hinführen soll und wie das alles gemeint ist mit den gefühlen und allem. aber rückblickend war alles bisher immer richtig, auch die verwirrungen. hörst du, meine liebe, immer, immer ist das so. also reg dich nicht auf.

silje nergaard – be still my heart

(so viel musik von früher die mir gerade wieder in den sinn kommt. schöne lieder sind das.)

am gehsteig in der straße zu meiner wohnung hat jemand mit kreide etwas auf den gehsteig geschrieben. “das leben ist wundervoll” steht da, und “smile and the world will smile back at you”. ich mag ja so affirmative sprüche. vor allem auf dem heimweg, wenn ich todmüde bin (ich schlafe schlecht zur zeit) und darob schlecht gelaunt.

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heute ist das ipad geliefert worden.

im gegensatz zu den letzten malen sagt mir miranda julys orakel heute endlich etwas tröstliches voraus:

don’t worry my dear, it is ok to feel blurry. in fact today is the perfect day for it. bring nothing into focus.

gut, abgemacht.

zur zeit viele gespräche mit freundinnen über die liebe; rundherum herrscht ein diesbezüglicher kummer. wir trinken noch ein gläschen prosecco, denn weniges heilt für einen kurzen augenblick die traurigkeit besser als ein gepflegter solidarischer damenspitz an einem strahlenden frühsommernachmittag.

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suche nach einer situation in der ich die schöne jedoch aussterbende phrase “nach diktat verreist” einbinden kann.

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überschriften der letzten tage: “gurkenentwarnung”, “leichen im keller”, “es waren die sprossen!”.

seit ich be creative betreibe passieren mir ja die wundersamsten dinge. ich organisiere lesungen, werde in befreundete ateliers eingeladen, und gestern habe ich unversehens ein fotoshooting gemacht. und immer sind das die momente in denen ich sehr glücklich bin. und genauso oft fühle ich mich danach leer und verloren. vielleicht ist es ja das was man emotional hangover nennt, ich weiß es nicht. aber es zeigt mir dass das was ich da jahrelang aus meinem leben verbannt habe, nämlich selbst etwas kreatives zu machen und es mit anderen zu teilen, eine existenzielle sache für mich zu sein scheint. und dass es das berühmte premierenloch auch ohne theater gibt.

liebes tagebuch,

ich habe mich heute siebenmal beim wort “beziehung” vertippt (“bezeihung”), zwei einladungen per mail bekommen, davon eine nett und eine bizarr, beim arbeiten getrödelt, der sonne von der wohnung aus beim strahlen zugesehen, schöne musik gehört, ein bisschen über das leben nachgedacht, einmal schlecht kommuniziert, einmal besser kommuniziert, einen termin wegen der trödelei sausen lassen, und jetzt gehe ich dann essen.

herzliche grüße, affectionista.

und immer wieder die kleinen gesten

if we don’t, remember me. was für ein wunderbares weblog. (via ankegroener)

katharine morling macht skizzen von den dingen die sie umgeben. in keramik. lebensgroß.

(via daily art muse)

wollte heute ein rotes kleid kaufen. bin mit drei dunkelblauen kleidern heimgekommen. die machen sich sicherlich im schrank neben den fünf anderen neuen dunkelblauen kleidern recht gut. ich weiß nicht was das für eine obsession ist mit dunkelblau, dark blue, navy. keine ahnung, ehrlich.

überhaupt: kleider. und ein rock. ich habe ja quasi mein ganzes erwachsenenleben lang hosen getragen. meistens jeans und t-shirts. irgendwie habe ich wohl immer gedacht ich könne keine kleider tragen bei meiner figur. wenn ich alte fotoalben durchschaue merke ich dass ich heute sicherlich 15 kilo mehr wiege als mit anfang 20. aber seit einiger zeit denke ich kaum mehr darüber nach und ziehe keine kleidung zum verstecken mehr an sondern welche zum herzeigen. ich trage kleider und röcke und absatzschuhe und kontaktlinsen und bekomme komplimente. das leben ist schön.

p.s.: ich kaufe übrigens sehr viel bei asos.de und topshop.com. die kleider und schuhe und überhaupt alles dort sind großartig. nur so als hinweis.

me and you and everyone we know ist einer meiner lieblingsfilme. die kurzgeschichten von miranda july haben mich hingegen nicht so vom hocker gerissen, andere projekte wie der kurzfilm are you the favorite person of anybody? oder das web- und buchprojekt learning to love you more schon.

weil ihr neuer spielfilm the future bald startet kann man sich von miranda july die zukunft orakeln lassen. zweimal pro woche, per mail. “u know how jason bourne keeps on moving, no matter what? u should too. bullet to the leg? keep going. don’t think, just go” stand da soeben in meiner mailbox. so i will be bourne. alright.

ich stehe am rand einer theaterbühne. sie ist ziemlich groß, der saal gefüllt. in der mitte der bühne stehen leute und spielen bereits. ich weiß dass ein abend mit vier oder fünf kurzen stücken auf dem programm steht. aber ich habe keine ahnung was meine rolle ist und was als nächstes kommt. geschweige denn kann ich den text. ich stehe also da, mit einem schnellhefter voller kopierter texte in den händen und warte auf den moment wo alle verstummen und mich anstarren weil ich meinen einsatz verpasst habe und ich dann immer noch nicht weiß was meine rolle ist, wie mein text geht und wann und wo ich ihn sagen soll. ich bin froh um jede minute, jeden abschnitt des stücks der vergeht ohne dass mein nichtwissen auffliegt. irgendwie ist die stimmung auf der bühne aber sehr angespannt, besonders um mich herum. plötzlich fällt aus dem schnürboden etwas herunter, es klingt wie ein schlüsselbund, aber nachdem es jemand aufhebt und mir zeigt ist es eine ca. 20 cm große massive weiß glänzende buddhastatue. ich beginne mich zu fürchten. irgendwann ist das stück vorbei, ich bin nicht aufgeflogen.
aufgewacht.

(die abstände in denen ich diese bühnenträume habe sind mittlerweile sehr groß, und in diesem fall weiß ich auch wieso ich ihn heute nacht hatte. trotzdem: es hört nicht auf sich unangenehm anzufühlen. selbst wenn die weiße buddhastatue eine interessante überaschung war.)