Archives for category: kreativ

bei the burning house kann man fotos von den sachen hochladen die man im fall eines wohnungsbrandes mitnehmen würde. interessante frage die ich sehr schwer zu beantworten finde. hier mein versuch:

essential things

essential things

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todd mclellan zerlegt sachen.

exploded typewriter made by by todd mclellan

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reliquarium von jackie mock

reliquarium art von jackie mock

reliquarium art von jackie mock

16 tage “be creative” drüben im wohnzimmer. ich habe erstaunlicherweise noch keinen tag ausgelassen, aber was heisst das schon bei 16 tagen. andererseits – diese erste arbeitswoche nach weihnachten war ein bootcamp und immer hab ich nicht lust auf nächtliche kreativität gehabt. aber sobald ich anfange etwas zu machen gerate ich sofort in einen flow und auf einmal ist die zeit um und ich bin stolz auf mich egal ob ich etwas kleines oder großes gemacht habe.

und was das beste ist: es geht nicht darum perfekt zu sein. was mir ja eigentlich völlig zuwider läuft. ich und unperfekt? hallo? also ich weiß ja auch nicht was mit mir los ist. aber es passt schon.

ich habe für das neue jahr nur einen vorsatz: ich werde kreativ sein, und zwar täglich. und das werde ich hier dokumentieren.

Workspace
seit 8 tagen hält der vorsatz; es gab bereits einige erkenntnisse:

1. ich habe gelernt, die improvisation zu mögen. etwas das völlig wider meine natur ist. habe ich zumindest gedacht. im beruf bereite ich mich auf alles penibel vor (was immens hilfreich ist!), genau so ist es z.b. beim (an)reisen. und das will ich auch nicht missen. die interessantesten kreativprojekte der letzten tage waren aber die, bei denen ich spontan den sachen nachgab, die plötzlich ohne begründung in meinem kopf auftauchten. die dinge, die ich vorher genau durchgedacht habe schmeckten immer zu sehr nach konzept und waren eben ausgedacht und nicht lebendig genug. daher: ein hoch auf die unvorhersehbarkeit! (solange sie mich bei dem analytischen teil meiner drehbuchberatungsarbeit in ruhe lässt.)

2. keep it simple, stupid! das hängt auch mit punkt 1 zusammen. die ausgedachten dinge waren letztlich immer kompliziert, um die ecke gedacht und verkopft. die einfachen, gradlinigen sachen sind viel stärker.

3. wie ich leben will. das treibt mich ohnehin um, dieses thema vom leben das sich richtig anfühlt. jetzt habe ich es fotografiert. so sieht es aus:
Workspace
ich werde nur dann so leben können, wenn ich das genauso ernst nehme wie meine arbeit. einen eigenen platz am arbeitstisch hat es jedenfalls seit einigen tagen.

heute ist der 1. jänner. und deshalb geht es mit dem neuen projekt los. ich mach jeden tag was kreatives und zeig es im wohnzimmerblog her. kommt mit, hier gehts entlang: das wohnzimmer.

www.daswohnzimmer.net

ich habe ja immer so phasen. im moment heißt die phase “kreativ sein”. wenn ich zur zeit nicht jeden tag etwas kreatives mache geht es mir schlecht. oft muss ich auch arbeiten, das ärgert mich manchmal. es ist als hätte das kreativsein jahre in mir gewartet, bis ich es jetzt endlich bemerkt und rausgelassen habe. deswegen schwappt das alles sehr unbalanciert über. aber das macht nichts.

wie immer wenn etwas neues eine phase bestimmt suche ich nach inspirationen. im moment lese, höre und sehe ich zum beispiel vieles das von dem designer stefan sagmeister kommt. man fühlt sich zwar schnell wie ein peinliches rockstar groupie, wenn man das tut, aber der zweck heiligt bekanntlich die mittel. ich fasse mal die links zusammen, mit denen ich mein wochenende verbracht habe. “instant groupie-ism” als service für euch. quasi.

es gibt zwei bücher: made you look (kürzlich neuaufgelegt) und das aktuellere buch things i have learned in my life so far.

weiters natürlich die ted videos, die mich schon vor längerer zeit fasziniert haben als von der aktuellen phase noch keine spur war. ich glaube ich war da grad wieder knapp vor einem burnout und das wort “sabbatical” war der trigger. es gibt mehrere ted talks: eins (2004), zwei (2008), drei (2009).

weitere videos: typo berlin, the creators project, hillman curtis, scribe media, fora picnic

und einige podcasts: @fm4, design observer (viel über das sabbatical), dezeen, austria.info

und ich arbeite gerade an einem virtuellen ort, wo ich meine kreativität herzeigen werde. es wird sich mit ziemlicher sicherheit drüben im wohnzimmer abspielen. da brauche ich aber noch etwas zeit.

man tut zu wenig mit den händen. das habe ich heute wieder bemerkt, als ich bei einem lochkameraworkshop mit kinderbastelscheren in kartons herumgeschnitten und mir im anschluss beim hantieren mit einem uhu-stick pickige finger geholt habe.

pinhole camera workshop
es war großartig.

(kamerabastelanleitung hier)

ich weiß nicht, wann ich das letzte mal etwas eigenes gemacht habe. also, etwas kreatives, wo mein name drauf steht. vor mehr als fünf jahren vielleicht? oder länger?

mein beruf als filmdramaturgin ist zwar auf irgendeine weise kreativ, aber letztlich gehe ich mit der kreativität anderer leute um. dabei steuere ich öfters ideen bei, aber credits und krativhoheit bekomme ich nie. das ist auch in ordnung so, ich schreibe ja die drehbücher nicht.

aber etwas fehlt, schon länger. und als ich von diesem wettbewerb erfahren habe, konnte ich nicht an mich halten und habe zwei handyfilme gemacht. und einer davon, “paci & me”, hat jetzt tatsächlich einen preis gewonnen.

ich habe auch noch einen zweiten film eingereicht, den könnt ihr hier sehen.

(ich kann gar nicht beschreiben wie toll das ist, selbst kreativ zu sein. es ist so toll, dass ich gleich ein neues projekt in angriff nehmen will. meine alte domain www.daswohnzimmer.net spielt darin vielleicht eine rolle, mal sehen.)


sehr wilde assoziationsketten, die oft nur über die englischen vokabel funktionieren. aber schön. (via oneplusinfinity)

Friendly Encounter @Schönbrunn Garden

heute in schönbrunn bin ich plötzlich diesem kerl hier begegnet. ich unterhielt mich kurz mit ihm. er würde ernst heißen. und hätte einen hangover, meinte er. “aha” sagte ich. weil er nämlich gestern abend die scheidung von seiner frau gefeiert hätte. naja, feiern sei wohl nicht so ganz der richtige ausdruck. er hätte sich eher zugeschüttet, mit einem kumpel von ihm. während ich nicht so ganz wusste was ich darauf antworten sollte, musterte mich ernst von oben bis unten. ob ich lust auf einen drink hätte? später? er sei sicher heute abend im tirolerhaus, bei der gloriette. ich lehnte dankend ab, wir standen uns noch kurz gegenüber, bis sich ernst seitwärts in die büsche schlug.

johan thörnqvist (via drawn!)

heute in der sonne drei stunden mit fünf kameras spazieren gegangen. die alte lomo (da war überraschenderweise noch ein film drin). die diana mini (24x24mm ist einfach ein zu schönes format). die geliehene holga (meine mittelformatpremiere). die praktika (der experimentelle schwarzweißfilm muss raus). und dann noch die kleine digitale (der nach fünf minuten die batterien versagten. vermutlich aus respekt).

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ich weiß jetzt, wo die kleingartensiedlung gänsehäufl liegt, dass die straßenbahner ein eigenes schwimmbad haben, die polizeisportler sonntag mittags fußball spielen und siemens einen sport- und kulturverein an der alten donau hat.

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der prater eröffnet zwar erst in drei wochen die saison, aber trotzdem war heute schon ein rechter bahö. mit ponyreiten und autodrom.

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ach sonne, ich habe dich vermisst. und das vogelgezwitscher auch.

ich habe nach dreieinhalb jahren meinen flickrstream wieder mit photos bestückt. und zwar mit schwarzweiß photos, die ich mit der wieder entstaubten praktica MTL5B gemacht habe und lustige farbfotos, die mit der neu erstandenen diana mini entstanden sind. das sieht dann zum beispiel so aus:

Vienna, Prater, January '10

oder so:

Prater, January '10

das kenne ich doch von irgendwoher. wenn ich nur wüsste woher… woher kenne ich das bloß?

gemeinsam mit meinem neu erwachten interesse an photographie ist auch ein interesse am zeichnen mitgekommen. was cartoons betrifft kann man hier im weblog von rad sechrist, einem storyboard artist bei dreamworks, etwas lernen.

(via drawn!)

erstens:

und zweitens:

nämlich!

(via swissmiss)