Archives for category: jobwise

gestern war ein ganzer scheiß tag, heute immerhin nur ein halber. da freue ich mich jetzt doch direkt auf das geschäftsdinner. (uff. ich kann nicht mehr.)
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to do liste: das ehemals geliebte und jetzt verhasste projekt wieder liebgewinnen.
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der argentinische mann, der in die kategorie “energievampir” fällt, und den ich vor 24 stunden zum ersten mal am besprechungstisch kennen gelernt habe, beendet das meeting damit, mich augenzwinkernd mit folgendem hinweis auszustatten: “weißt du, brauchst du einfach eine lover.” nein, danke, was ich brauche, weiß ich schon selber. vor allem keine solchen sprüche.
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nein, ich finde, es ist nicht zuviel verlangt, einige basisinformationen weiterzugeben, sodass ich mir während der besprechung nicht zehnmal denke “hätten wir das doch schon früher gewusst”. das ergebnis des meetings ist natürlich, alles zu verwefen und von neuem anzufangen.
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ja, ich behalte es mir vor, mangelnde kommunikation aufzudecken und das auch anzumerken. vor allem wenn dadurch 1 monat leere kilometer entstanden sind. da geht doch noch wirklich was in puncto effizient, meint man.
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so, jetzt reichts mir. und morgen komme ich später ins büro.

gerade mit 99%iger sicherheit einen größeren dramaturgischen tvserienauftrag bestätigt bekommen. ich prophezeihe mir: 2009 wird ein gutes jahr.

die angst des tormanns vorm elfmeter furcht der tv-redakteure vor dem vorwurf des productplacements geht mittlerweile so weit, dass man sich in diskussionen darüber ergeht, ob man im drehbuch das wort “espressomaschine” stehen lassen könne und ob “schilcher” eine rebsorte oder eine marke sei. (ich freue mich schon auf den moment, in dem die hauptfigur wachauer marillen oder marchfelder spargel isst. ab jetzt werden nur mehr überbegriffe (obst, gemüse) gegessen, oh yeah!)

was ist die politisch korrekte weibliche form von “stallknecht”?
(zur erläuterung: es handelt sich um eine figur in einem drehbuch, die 18 jahre alt ist und im stall eines pferdegestüts arbeitet. die geschichte spielt in der gegenwart. “stallmädchen” und “stallmagd” fallen also aus.)

aus jobgründen die arie der königin der nacht in diversen varianten angehört. zum schluss noch die version von florence foster jenkins. vom zuhören halsweh bekommen. überlege für dieses projekt gefahrenzuschlag zu verlangen.

haha, sachen gibts, die gibts gar nicht. diese branche ist wirklich sehr skurril. (aber leider darf ich erst in zwei wochen sagen um was es geht).

ich hasse schlechte drehbücher. ich hasse schlechte drehbücher. ich hasse schlechte drehbücher.

beim wühlen in den steuerbelegen (andere nennen es ordnen) diesen wisch von der sozialversicherungsanstalt gefunden, dass man sich eine vorsorgekasse aussuchen muss. muss ich mich jetzt auch noch mit sparzielen, anlagestrategien und verzinsungen beschäftigen? mir reichts, ich reise ab geh jetzt heim.

und ich denk neulich noch so: wie angenehm ist doch die arbeit im sommer, da sind so viele auf urlaub, es klingelt nicht dauernd das telefon und man kann sich den projekten mal so richtig widmen und dazwischen viele pausen machen, und jetzt hab ich den supertress und permanent achtbiszehnstundentage, obwohl das telefon nicht dauernd klingelt und alles rundherum ganz ruhig und friedlich ist. kapier ich nicht.

so, mir reichts. aber echt jetzt. (blödes, blödes drehbuch. grrrr.)

ich bin irgendwie nachtragend. und kein morgenmensch. und beides kommt zusammen, wenn ich am donnerstag vor der beruflichen fahrt nach salzburg die eine produktionsfirma anrufe, um einen ominösen, scheinbar nicht stattfindenden drehbuchtermin am montag in berlin nachzufragen. und ich als antwort kriege, dass keiner was weiß und dass das eh nicht stattfindet. ich also: koffer für zug und nicht für flughandgepäck gepackt, keine projektunterlagen mitgenommen, alles ohne berlin geplant. dann ankunft in salzburg, 12 stunden später email: “kannst du am montag in berlin sein?”. dann natürlich kein flug mehr von salzburg nach berlin, ich also heute um 6h aufgestanden, damit ich den frühzug nach münchen erwische, von dort nach berlin geflogen, besprechung, und heute abend wieder nach wien zurückgeflogen. und jetzt bin ich immer noch irgendwie beleidigt, weil das hätte man auch einfacher haben können. (file under: wenn ich endlich asugeschlafen bin, ist das alles halb so wild.)

im juni bei mehr als 30 grad außentemperatur sechs stunden lang eine sehr schwierige drehbuchbesprechung für ein weihnachts tv movie abzuhalten ist auch kein vergnügen, kann ich Ihnen verraten.

(und auch nicht die migräne attacke in der nacht.)

schön langsam hab ich aber große lust, die samthandschuhe auszuziehen! (weil, verarschen kann ich mich selber. nämlich. hmpf.)

für alle freiberufler, die wie ich wegen verzettelungsgefahr überhaupt gar nicht multitaskingfähig sind, und für diejenigen, die sich wie ich beim arbeiten am computer vom internetsurfen, feedlesen, mailen, googeln und sonstwas permanent ablenken lassen, ist rescue time vielleicht eine hilfreiche applikation. das programm registriert während der computer an ist, welches programm und welche homepage im vordergrund ist, dann kann man die einzelnen internetseiten und applikationen taggen (work, personal, communication etc.) und auf knopfdruck wird das dann in netz geschickt und in anschauliche grafiken umgewandelt. dann staunt man ziemlich, wie ineffizient man arbeitet, und weil man die produktivitätskurve vor augen hat, legt sich das sehr schnell, sodass man schließlich über sich selbst staunt und ratzfatz zum fleißigen lieschen wird.
(und wer seine produktivität im griff hat, kann dann die einzelnen projekte mit mite erfassen und es herrscht nie merh verwirrung darüber, welcher kunde einen in den zeitruin getrieben hat.)

Dilettantismus find ich deppert. (seufz)