Archives for category: die stadt

das geräusch von der schneeschaufel auf dem gehsteig. (das verknüpfe ich ja auch nur selten mit wien als vielmehr mit der alten heimat.)

die ultimative lobhudelei übers phil. zurecht!

es gibt am naschmarkt einen neuen biosupermarkt. dort bekommt man zum beispiel getrocknetes korianderkraut. und liebstöckl, den man seltsamerweise im durchscnittssupermarkt auch nicht bekommt. und überhaupt: der naschmarkt!

lena & laurenz ist eigentlich ein totaler boboladen. aber egal, denn:
- dieses joghurt topfen dessert namens lena rührt äpfel schmeckt zum niederknien
- desgleichen die diversen sandwiches (heute huhn im grünen)
- es ist ums eck vom büro
- und die bedienung verabschiedet mich jedesmal mit einem freundllichen “lass es dir schmecken!” und hat mich außerdem heute daran erinnert, dass morgen wochenende ist und man sich deshalb ausschlafen sollte.

im haus gegenüber wird nicht nur musik gehört und bei offenem fenster laut gev*gelt, sondern da maunzt auch eine katze. laut. permanent. das nervt. (es gibt soweit man es sehen kann noch eine zweite katze dort, die maunzt nicht, und am abend brennt licht in der wohnung, also ist jemand da. man weiß es nicht.)

in der neuen wohnung ist alles besser. sogar der musikgeschmack des nachbarn vom haus gegenüber.

lichtwien.jpg

elektropopp.jpg

die wiener! natürlich.

familientraum!
singlehit!
jungfamilienglück!
pärchentraum!

(und der immobilienmakler, der einen kreditrechner auf seiner homepage installiert hat.)

  • wien, innere bezirke (vorzugsweise 6.-8.)
  • 50-60m2
  • ab anfang anfang april (oder mitte märz)
  • kein erdgeschoß, hochpaterre und dunkle löcher.
  • vorzugsweise ohne provision und ablöse.

(gerade eine mail von o. bekommen, der per mail für seine wohnung einen nachmieter gesucht hat. er hatte 50 anfragen in 3 stunden. und das für eine wohnung die einen normalen preis hat und durchschnittlich liegt. herrje.)

ich mache mir die stadt zu eigen. wurde auch zeit. (und eigentlich wollte ich nur die videofunktion meiner neuen kamera und imovie ausprobieren. dabei ist ein videocast herausgekommen. oder ein videotagebuch. oder was auch immer.)

wien_belved_screenshot.jpg

(.mov, 1,6mb, 46sek.)

wie lange dauert es, bis eine neue stadt die unschuld verliert. bis bestimmte plätze emotional verknüpft sind in einem, bis die stadt keine weiße weste mehr hat.

19 monate und 17 tage. bei mir.

baerenmond.jpg

ich will, dass diese bären weggehen. sie waren plötzlich da und stehen seitdem im stummen spalier um den teich vor der karlskirche herum. manche sind gar grässlich anzusehen, andere ganz schön, aber diese plötzliche optische invasion, ohne vorwarnung, und dass man nichts dagegen tun kann, das ist doch nicht in ordnung.

rent a bagboy. (sachen gibts in wien)

gestern das erste mal abends am badeschiff auf einen drink oder zwei, die gastronomie boomt, alles ist voll, und alles ist sehr bobo, aber leider auf eine unangenehme art, mit sehr viel posing irgendwie. zwischen den restaurantgästen immer wieder menschen in nassen bikinis und badehosen. flache bäuche, trainierte braungebrannte muskeln. dazwischen verschämt weniger flache bäuche und hellere haut. das alles ist noch nicht sehr homogen, die atmosphäre seltsam exhibitionistisch, wenig intim, und “lauschig” fände ich auch nicht angebracht als adjektiv.

trotzdem – der abend ist in ordnung, das essen ist gut, und der blick aufs beleuchtete pool ebenfalls.

badeschiff, des nächtens