Archives for category: die kunst

manchmal, da wird es mir zuviel. weil alle etwas von mir wollen. das telefon klingelt, schon wieder, und ein neues problem taucht hier auf, ein anderes dort. zu viel wird in meinem kopf abgeladen, was dort gar nicht hingehört, “tu das”, “tu dies”, “wir brauchen noch jenes”. da ein missverständnis, dort etwas unvorhergesehenes. dazu noch die ganzen dinge, die sowieso erledigt werden müssen. und in vielen momenten hört es sich meinem kopf dann ganz genau so an:


crossroads (what to do)
from Garvin Nolte on Vimeo. (via kekstester)

mehr arbeiten von garvin nolte sind hier zu finden.

warum machen menschen kunst?

(suche nach erklärungsansätzen aus evolution, biologie, psychologie und philosophie. und von euch persönlich. buchtitel, kommentare, alles.)

((ich hab damit nichts spezielles im sinn. ich stoße nur immer wieder persönlich auf die frage und will wissen, was ihr dazu denkt.))

marina abramovic sitzt. stundenlang und schweigend, als objekt in ihrer ausstellung the artist is present im moma (details). und man kann mit ihr sitzen.

der photograph marco anelli bildet im auftrag des moma alle beisitzenden ab. hier ist das ergebnis. 778 sind es bisher. man kann prominente entdecken. rufus wainwright zum beispiel. der mann oben links ist ulay, ihr früherer lebens- und kunstpartner, und was passierte als er sich setzte steht gegen ende dieses artikels.

weitere links und photosichtungen finden sich bei kottke.

(die portraits in diesem flickr stream faszinieren mich. am anfang wirken sie teilweise distanzierter, mitunter sind sie dann aber so klar, ganz durchlässige gesichter sind das, oft ohne masken. menschen eben.)

update: die fotos der menschen, die beim sitzen zu weinen begonnen haben: marina abramovic made me cry.

eine virtuelle ansicht der sixtinischen kapelle. mit hintergrundmusik. erhebend, quasi. (via kottke)

(es gibt vieles, wofür ich das internet liebe. solche sachen gehören dazu.)

schafe aus telefonen.

das mit der kunstgeschichte ist ja ziemlich schwierig. und auch umfangreich. was man sich da alles merken muss an jahreszahlen und stilen, um himmelswillen. aber jetzt kommt hilfe! und zwar in form dieses posters. künstler und stil, ganz einfach!

los, auswendiglernen! (via swissmiss)

mike johnston schreibt:

if any young or beginning photographer of real ambition within the sound of my voice would like to radically improve his or her photography quickly and efficiently, I suggest shooting with nothing but a Leica and one lens for a year.

mindestens zwei, am besten aber sechs schwarzweiß filme pro woche belichten. dann entwickeln, kontaktabzug, vielleicht ein paar ausgewählte arbeitsprints pro filmrolle. und alle paar rollen eine gute vergrößerung. ohne technisches getue und dabei das format so lassen, wie es aus der kamera kommt. ein jahr, jeden tag. mit einer leica mit fester brennweite. und dabei ein journal führen und am ende des jahres sehen, wie man sich verbessert hat.

(wer schenkt mir eine leica? p.s.: ah, ich vergaß! habe gerade in den kisten gewühlt und meine uralte praktica mtl5b gefunden. ist zwar keine leica, aber eine analoge kamera mit ohne automatischem schnickschnack. und verbeulter sonenblende am 50mm objektiv. ich bin dann mal film einspannen.)

die kunst des briefeschreibens gerät zunehmend in vergessenheit. wir schreiben e-mails und sms. ich meine, nicht dass das nicht auch ab und zu eine kunst wäre, sich elektronisch zu formulieren, aber wer besitzt heute überhaupt noch briefpapier?

das weblog letterheady versammelt die bemerkenswerte artenvielfalt dieser aussterbende papiergattung.

minidioramen von anastassia elias (via boing boing)

kinderbuchillustrationen von alexander ovkinnikov. (ganzes portfolio)

gerade neulich mit einer freundin über das fotografieren gesprochen. darüber, dass die technik zweitrangig ist. dass jemand mit dem richtigen blick auch mit der handykamera gute fotos machen kann. und jemand anderer selbst mit der teuersten ausrüstung nur welche ohne seele hinbekommt. es geht vorrangig um das erfassen der mise en scène, ohne sie selbst hergestellt zu haben.

matt stuart hat diesen blick.

und als ich lese, dass er eine analoge leica mp mit einem 400er film benutzt, bin ich beinahe ergriffen.

hier kann man sich durch die ganze street photography serie klicken, es gibt auch eine in schwarz weiss.

sperberknecht
bittschriftenmeister
oblatendiener
küchenkind
schwertfeger
leibbogner
turmziborium
juwelenknecht
prachtentfaltung
gewürzknecht
stechzeug
prunkspießeisen
narrenszepter (marotte)
prunkstreitkolben
schaubuffet

(neu erworbenes vokabular einer erstmaligen jahreskartenbesitzerin des kunsthistorischen museums zu wien, januar 2010)