Archives for category: die kindheit

moment, ich muss mich grad erholen. es geht gleich wieder. uff.

weil nämlich: der norwegische fernsehsender tv2 hat einen haufen stars aus vergangenen zeiten vor die kamera geholt, und gemeinsam bewegen die ihre lippen zu “we are the world”. und ich hab so einen argen kindheits-80er-jahre-flashback davon bekommen, dass es mich kurz vom sessel gehauen hat. aber jetzt sitze ich wieder und will euch dieses kleinod nicht vorenthalten. (sogar eddie the eagle haben sie aufgetrieben! unfassbar.)

und, kriegt ihr wieder luft? dann weiter, es gibt nämlich noch mehr:

(via kottke)

hier habe ich schon einmal kurz geschrieben, dass ich als kind bilderbücher hatte, die eugene ionesco geschrieben und etienne delessert illustriert hat. dass etienne delesserts zeichnungen auch animiert wurden, ist mir erst jetzt aufgefallen.

geh ich grad recht spät vom büro zur ubahn, da hör ich hinter mir ein fahrrad und der mann drauf pfeift eine melodie vor sich hin. ich geh zur seite, damit er vorbeifahren kann und er sagt lachend “danke!” und ich grinse. die melodie war nämlich diese:

(und ich hab jetzt einen ohrwurm.)

ich kann mich noch erinnern, dass es in meiner kindheit im august immer ein ganz besonderes datum gab. und zwar war das der tag an dem der neue ikea katalog mit der post kam. ich war ein bisschen aufgeregt, obwohl unsere wohnung voll möbliert war, wie man so sagt, aber allein die vorstellung neuer möbel genügte mir. außerdem war die fahrt zum ikea damals immer ein abenteuer, denn der nächstgelegene war ganz früher in münchen, später nahe wels (heute: ansfelden/haid). der ikea in salzburg wurde erst 2003 eröffnet.

der katalog brachte damals das abenteuer einer kleinen reise und das entdecken von etwas neuem mit sich. “expedition ikea”, quasi.

heute repräsentiert der katalog nur mehr einen bruchteil dessen, was es im geschäft gibt. neues findet man dort ohnehin das ganze jahr über in kleineren dosen. und das internet hat die realität überholt, indem der komplette katalog dort schon tage vor der postauslieferung online durchgeblättert werden kann. kein abenteuer, kein entdecken.

schade, eigentlich.

(und wo kann ich mich darüber aufregen, der katalog seit letztem jahr in der hässlichen, aber internetkompatiblen verdana schrift gesetzt ist? ach, ach.)

beim aufräumen in der alten heimat die noten von khatchatourians “a little song” gefunden. meine finger können das stück nach über 20 jahren aus dem stand fast fehlerfrei spielen. ich bin erstaunt. sehr. (es ist ein wirklich schönes stück, im übrigen.)

bisher kannte ich nur die große erika fuchs als comicüberetzerin. dass aber für die deutschen asterix-varianten auch eine frau zuständig ist, wusste ich nicht.

hier gibt es ein wirklich interessantes interview mit gudrun penndorf. spannend ist zum beispiel, was sie über die recherche erzählt:

Ein sehr gutes Beispiel für Recherche waren die Olympischen Spiele. Da half mir sehr mein „Meyers Konversationslexikon“ von 1905. Den alten Meyer hatte ich unabhängig von Asterix mal antiquarisch gekauft. Eine wahre Fundgrube! Und viel, viel interessanter als heute Wikipedia. Da habe ich entdeckt, dass Uderzo und Goscinny hervorragend dokumentiert waren. Denn es stimmt alles aus dieser Zeit. Da gibt es keine Erfindung. Und wenn es eine Erfindung ist, so wie dieses Restaurant über der Autobahnbrücke im Band „Asterix bei den Schweizern“, ist das ein herrlicher Anachronismus, aber den erkennt man!

(via anke gröner)

die kleine raupe nimmersatt feiert ihren 40. geburtstag, und ihr erfinder eric carle liest das buch vor.

transferiere gerade meine wichtigsten kinderbücher nach wien. werde nostalgisch. aber interessante entdeckung: mir wurde ionesco vorgelesen. da muss ich so ungefähr drei oder vier gewesen sein.

aber jetzt: in einer der illustrationen von “geschichte nummer 1″ (autor: eugene ionesco, illustration: etienne delessert) ist ganz unten ein gezeichnetes pärchen zu sehen, und die frau trägt einen luftballon, der die form eines wilden kerls hat. und zwar des wilden kerls der die arme hochreißt auf der doppelseite nachdem max sagt “und jetzt machen wir krach!”.

WildeKerle_GeschichteNummer1
(aufs bild klicken für etwas größere variante)

den zusammenhang musste ich natürlich sofort googeln. habe aber noch kein eindeutiges ergebnis gefunden, außer dieselbe frage bei google answers.

habe mir in vorfreude auf die verfilmung von wo die wilden kerle wohnen die hände schmutzig gemacht und mein bilderbuch in der garage der eltern gesucht. und jetzt: schwelgen wir gemeinsam!

wildekerle_cover

das buch ist eine lizenzausgabe für donauland, ohen jahreszahl. aber zum glück gibt es eine widmung vorne, der schrift nach zu urteilen von meiner patentante. ich war damals fünf jahre alt.
wildekerle_widmung

und jetzt lasst uns die ankunft bei den wilden kerlen zelebrieren!
wildekerle_seite

r.i.p. niki list

und ein weiteres musical highlight meiner 80er jahre, hier in einer guerilla-version des gripstheaters in einer echten ubahn:

war noch jemand außer mir ein so großer fan von der maus auf dem mars? damals, als wir klein waren?

(huch, eine der autorinnen der serie war offenbar gabi kubach. mit der habe ich vor einiger zeit an einem tv movie gearbeitet. sehr schräg.)

ich besitze ein original autogramm von falco! aber das panini-pickerlalbum der fußball wm in mexico von 1986 habe ich nicht mehr gefunden.

(file under: in alten kisten gewühlt.)

letzte woche bekam ich plötzlich eine mail von a., und zwar von der a., mit der ich ins gymnasium gegangen bin, und die ich seit der matura nicht mehr getroffen habe. und am nächsten tag haben wir telefoniert, und gestern waren wir fünf stunden im kaffee sperl, und es war eine der nettesten begegnungen, die ich in der letzten zeit hatte. obwohl wir in der schule zwar befreundet waren, aber eben auch nicht die ultimativ allerbesten freundinnen. dieses treffen macht mir gerade sehr gute laune.

käthe recheis ist 80.

(der weiße wolf war nämlich eines meiner lieblingsbücher als ich klein war.)

was bin ich froh, dass der wiener an sich den brauch der krampusse nicht kennt.