Archives for category: der stil

fotos von will adler. (via it’s nice that)

ich sehe ja nicht besonders viel fern. ab und zu ein tv movie von der konkurrenz, um auf dem laufenden zu bleiben. oder ich sitze am abend vor dem fernseher, dann zappe ich herum und surfe nebenbei im internet. aber neulich bin ich hängengeblieben, und zwar bei der gehypten castinshow the voice of germany.

seit wochen erzählen mir die branchennachrichten etwas über sensationelle quoten, aber ich habe mich bisher verweigert. bis neulich eben. ich denke noch – ja, eh das übliche, aber dann begreife ich etwas: hier fehlt ein entscheidender punkt, der in allen anderen derivaten dieses formats zwingend zu sein scheint – es passiert kein bullying. weder von den juroren (die hier coaches sind, auch so ein feiner unterschied) noch vom konzept her provoziertes bullying zwischen den kandidatInnen. und noch etwas ist anders: die können wirklich singen. alle.

aber es ist diese verweigerung von konflikten die man normalerweise durch bohlen’sches fertigmachen der kandidaten herstellen will, das mich staunen lässt. und natürlich hoffe ich dass das ein grund für den großen erfolg ist, aber für die gute quote gibt es wie immer viele gründe und genau werden wir es nie wissen wieso es eigentlich so gut funktioniert. aber das ist auch egal. ich merke dass ich mich freue eine sendung einzuschalten in der niemand niedergemacht wird, nicht von den juroren und auch nicht von den konkurrentInnen. und es ist eine sendung in der ich mich für niemanden fremdschämen muss der aus berechnung vorgeführt wird. ich habe ja den anfang versäumt, aber zumindest in den beiden battle-runden die ich gesehen habe wurde auch bei der vorstellung der kandidatInnen nur das minimum an tränendrüsen-voiceover verwendet. und das wort “battle” ist auch schon das einzige aggressive das mir da über den bildschirm geschwappt ist. ansonsten fällt mir zum ersten mal seit langem das wort “wertschätzung” ein.

this is not a freak show, it’s about talent. und das gefällt mir.

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nach einer übermacht an filmen müssen andere dinge in meinen kopf hinein. schöne sachen, wie die zeichnungen von dadu shin. hier, auf ihrem(?) weblog.

und ich will unbedingt einen usbstick aus beton. weil der wunderwunderschön ist. schaut, hier:

und dann gibt es noch die merkwürdigen schönen illustrationen von eleanor davis:

und was befindet sich so in euren köpfen?

wenn ich am ipad “hennes und mauritz” eintippe macht die autokorrektur “hennes und nairobi” draus.

mein herzenswunsch ist eine wunderkammer.

“mildtätig”

als ich für das gestrige be creative projekt die österreichische benimmbibel von 1957 durchgeblättert habe bin ich auf folgenden text über das verfassen von liebesbriefen gestoßen:

wer in diesen dingen ungewandt und um worte verlegen ist, der möge bedenken daß liebe auch den ungeschicktesten und schlichtesten satz verklärt und daß ein gestammeltes “ich denke an dich” oder “sei wieder gut” oft weit mehr wiegt als die süßesten und schwatzhaftesten redensarten eines don juan.

“das ficht mich nicht an.”

das ipad und ich, wir haben uns ineinander verliebt. vor allem hat es mir flipboard angetan. endlich sehe ich alle fotos, seiten und videos die auf facebook, twitter & co. verlinkt sind sofort. und vor allem sieht das plötzlich so unglaublich elegant aus. ich kann mich durch seiten wie booooooom und ffffound wie durch ein schön layoutiertes magazin klicken, und entdecke dabei die großartigsten dinge. wie das weblog this isn’t happiness zum beispiel. und dann spiele ich eine runde tiny wings und erfreue mich an der flugfreude des kleinen vögelchens. hach.

suche nach einer situation in der ich die schöne jedoch aussterbende phrase “nach diktat verreist” einbinden kann.

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überschriften der letzten tage: “gurkenentwarnung”, “leichen im keller”, “es waren die sprossen!”.

jeden abend wenn ich heimkomme gibt es jetzt tee. der grund heißt “familia”:

it's tea time, darling!
die teekanne erinnert mich an die barbapapahäuser in den zeichentrickfilmen der kindheit. und die griffe liegen wunderbar in der hand. (von normann copenhagen, design von ole jensen; und ich muss zugeben, dass ich es nicht gekauft hätte, wenn ich es nicht im internet um die hälfte reduziert gefunden hätte. aber jetzt: großes glück!)

einer meiner ersten blogeinträge (damals noch unter dem “wohnzimmer”label und heute unarchiviert verschollen) war eine lobhudelei auf eine ausstellung im wiener museum für angewandte kunst über die welt von charles und ray eames.

das ist mir gerade eingefallen als ich dieses video gesehen habe:

und jetzt noch the powers of ten. wusste ich auch erst nach der ausstellung dass das von den eames’s ist.

dieter rams. design mit schönen ecken.

(habe ich das schon mal gepostet? egal, es ist so schön.)

gelbebrille

beim ausmisten eine alte brille gefunden. von versus, ca.mitte der 1990er jahre, mit optischen gelben gläsern. nun kann ich mir ja nicht vorstellen dass ich mich damit im jahr 2010 auf die straße trauen kann, aber der effekt beim tragen ist phänomenal: draußen grauer regen und mein hirn meldet: sonne, optimismus, lebensfreude. (und die sehstärke passt auch noch.) ich habe die lösung gegen depressive wetterverstimmungen gefunden, heissa.


aus dem cursorwald natürlich. herausgefunden und dokumentiert hat das nathan w. pyle, der auch andere schöne arbeiten zu bieten hat. (u.a. eine zu lost.)

(via one+infinity)