Archives for category: der alltag

wenn ich noch ein paar wochen mit dem friseurbesuch warte, schaut mein haupthaar so aus:

puli, photo: tim flach

puli, photo: tim flach

(photograph: tim flach. via swissmiss)

heute in der straßenbahn zur viennalemittagsvorstellung im uraniakino. eine ältere frau telefoniert aufgeregt, berichtet dann ihrer sitznachbarin irgendwas das ich nicht verstehe.

die beiden frauen steigen mit mir aus und haben dieselbe richtung. die kleine ältere frau hat es so eilig (“da steht er scho, er is scho da!”), dass sie sich bei rot über die kreuzung stürzt. das ziel der begierde ist der regisseur des dokumentarfilms über phil spector, der vor dem kino steht.

die damen zücken kleine hefte und geduldig hört der filmemacher der buchstabiererei zu und malt sein autogramm ins heftchen. ein mann steht schon da, ein anderer macht noch ein foto. dann gehen die vier menschen davon und der filmemacher ins kino.

heute auf der mariahilfer straße gesehen:
2 schoßhündchen mit t-shirts an
3 blaue tomaten mit menschen drin
1 gelber hund mit einem menschen drin
2 weihnachtsfrauen
1 hippieweihnachtsmann

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diese lautsprecher vom büro nach hause umgesiedelt, da benutze ich sie mehr. bemerke erst jetzt wie viel klang aus den winzigen dingern kommt.

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über das lernen und die kreativität (via brain pickings)

bin ich eigentlich die einzige, die immer versucht sich den kleinen schreck nicht anmerken zu lassen, wenn der taxifahrer in der nacht beim losfahren die zentralverriegelung einschaltet und dieser kleine knopf neben mir an der autotüre automatisch einrastet? (darf der das?)

faces

ah, die wärme des ubahnschachtes. und in den untiefen des küchenschranks ein letzter teebeutel mit der aufschrift “hüttenzauber”.

habe im zeitschriftenladen beef gesehen. ein kochmagazin für männer. und vermutlich aus männermagazingründen hat es ein centerfold. aber ohne brüste sondern mit rezepten drauf.

vor dem haus dröhnt eine zementmischmaschine, seit 8 uhr früh, und heute ist samstag. ich beginne meine wohnung zu hassen, und das ist schade, denn ich bin grundsätzlich so gerne hier, aber der lärm.

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rare photos of famous people

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suche wohnung: wien, vorzugsweise innere bezirke, ca 55m2, hofruhelage und badewanne bevorzugt. (es ist mir ernst.)

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photos by mary ellen mark

habe ein ausgeprägtes belohnungsbedürfnis. daher heute neues macbook bestellt.

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36, am dienstag. (habe immer das gefühl, dass mit 37 irgendetwas wichtiges passieren wird. ich warte also ab.)

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manchmal, da fühle ich mich wie eine therapeutin. ich therapiere drehbücher, hinterfrage die figuren und locke noch unformulierte dinge aus den drehbuchautorInnen heraus. und manchmal bin ich dann einfach wirklich sehr sehr müde und habe vergessen wer ich bin.

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der regen zieht mich in die melancholie. das ist nicht gut. muss wohl kartoffelpüree kochen und mich mit musik erheitern:

oft jammert man ja auf hohem niveau, heute jammere ich auf niedrigem weil mich die erkältung ganz gemein darniederstreckt. und draußen ist strahlender sonnenschein. eine große ungerechtigkeit ist das!

ich gehe gleich zur polizei und mache eine anzeige. denn jemand hat den bootcutschnitt in der hosenabteilung umgebracht. zwei banden sitzen seitdem an seinem platz: die leggingsgang sowie die slimfitfraktion. es ist ein desaster.

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hat eigentlich american apparel bereits h&m verklagt, weil letzterer in seinen t-shirt ecken seit neuestem das shopdesign von ersterem kopiert?

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ich akzeptiere hiermit widerwillig den winterspeck und habe hosen in passender größe gekauft. was will man machen.

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meine entscheidungsschwäche nimmt mit steigendem alter zu. ich besitze daher immer noch keine neuen turnschuhe, während die alten bereits löcher haben. ich mache mich darauf gefasst, nie mehr welche zu finden.

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weiter mit musik:

1.) das vorbild

2.) die interpretation

in irgendeinem artikel stand, dass sowohl für junge als auch für menschen über 60 die zeit langsamer vergeht als für die dazwischen. man vermutet den grund darin, dass junge menschen sowie menschen nach der pension viel mehr neues ausprobieren. und neue eindrücke lassen die zeit subjektiv langsamer vergehen.

deswegen probiere ich auch mal ab und an was neues aus. heute: ich scanne mein matura- und diplomarbeitszeugnis. das brauche ich für einen unverhofften nebenjob. und es fühlt sich merkwürdig an. 1992 und 2002 steht da drauf. das waren nämlich noch zeiten.

edit: ich habe in deutsch mit literaturpflege maturiert?

den meines erachtens nach bisher besten beitrag zur hegemann-debatte findet man hier (und einige basis-informationen und links hier und hier). und bildung bekommt man auch noch frei haus, nämlich die definitionen von “remix” in literatur und musik, “sampling” und “plagiat” (und einige eigenartige wortbestimmungen von “inspiration“). also jetzt: remixen sie sich ihre meinung! oder verwenden sie einfach copy und paste, ganz nach belieben! (es ist alles eins, hört man.)

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(diese ganze emotionale dynamik die da in den letzten tagen durch den “fall hegemann” entstanden ist finde ich in wahrheit viel interessanter als den auslöser. wer auf wen mit welcher wucht einhackt, wie schutzbehauptungen argumentiert werden, debatten verschwimmen, medien aufeinanderprallen, definitionen umgedeutet werden, sich doppelmoralitäten zeigen. es ist mittlerweile eine einzige große feldstudie geworden.)

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im lichtlosen und eiskalten winter auf die idee zu kommen, sich als hobby “analogphotographieren” zuzulegen ist eine wahrhaft stupide idee.

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es ist schon irgendwie ungewohnt. nach fünf oder sechs jahren fahre ich heuer erstmals nicht zur berlinale. ich sitze hier in wien am sofa mit einer tasse tee, während sich andere am potsdamer platz beim anstellen um kinokarten die eiskalten füße in den bauch stehen oder auf empfängen mit denselben leuten reden die sich ohnehin in wien bei den diversen veranstaltungen treffen. mein sofa erscheint mir im augenblick schöner. see you next year, berlinale. maybe.

heute entdeckt, dass es im siebten bezirk einen großen pokershop gibt. für den kauf von pokerzubehör. im schaufenster saßen menschen mit den typischen westen und spielten.

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die kälte wäre mir ja egal, aber der hochnebel verursacht so ein dunkelgraues diffuses licht, dass sämtliche kameras unbenutzt herumstehen. dabei hat mir m. seine holga geliehen. ich brauche sonne.

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und wo ich gerade beim beschweren bin: wann kommen endlich die updates fürs kleine macbook pro? mein weißes macbook ist leider nach vier jahren schön langsam eine lahme ente. und wieso geht mein airport express mit dem chello nicht zusammen? und überhaupt.

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aber sonst ist alles in ordnung.

manchmal, wenn ich keine klaren gedanken fassen kann weil so viele davon im kopf sind und die dort so schnell und laut herumturnen als befände man sich in einem affenhaus, manchmal verfalle ich dann in eine schreckstarre. das einzige was mir nun noch möglich ist, ist das absurfen der feedlisten auf bloglines, während ich dabei zuschaue wie die zeit vergeht, in der ich die vielen wichtigen sachen erledigen sollte. dazwischen erscheint noch ein neues email, das mich mit einer noch wichtigeren sache bewirft, die am besten gestern zu erledigen wäre. und ich spiele weiter kaninchen vor der schlange.