Archives for category: das leben

bin heute abend einem energievampir anheimgefallen. danach kopfschmerzen, verspannungen, genervtheit. habe mich nach stunden immer noch nicht erholt und kämpfe immer noch gegen den impuls mir einzubilden ich müsse an mir “arbeiten”, weil ich ja auch mit solchen situationen und menschen zurechtkommen muss. das ist wohl so ein therapieinduziertes toleranzmissverständnis.

im beruf ist das selbstverständlich, da gehören schwierige gesprächssituationen zum professionellen alltag. ich bin ständig wachsam, am befindlichkeiten erspüren, am stimmungen abfangen, am regulieren, am motivieren, am vermitteln. und das macht auch spaß. aber privat will ich sachen auch einfach mal so stehen lassen dürfen wie sie mir entgegenschwappen ohne dass ich mich rechtfertige oder “ja, ich verstehe das” sagen muss. aber ich habe schon wieder das gefühl gehabt ich müsse mich ändern, was lernen, das gegenüber und seine befindlichkeiten akzeptieren und es als chance auf selbstreflexion sehen. dabei will ich einfach nur einmal ein paar stunden sein.

verdammt noch mal. ich ärgere mich noch immer.

denkt um himmels willen nicht dass ich euch hier im stich lasse. aber das jonglieren mit drei weblogs von denen eines täglich befüllt werden will ist eine herausforderung. ich gebe mir wirklich mühe. andererseits: who cares. das tägliche kreativprojekt drüben im wohnzimmer ist das beste was mir jemals eingefallen ist. es macht mich glücklich. die leute fragen mich sogar schon was mit mir los ist weil ich so zufrieden wirke.

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gestern mit einem filmfreund spät nachts nach einigen bieren über bernd eichingers tod gesprochen. wir mussten uns gestehen dass es uns betroffen macht. ganz leise, also verschämt meine ich, habe ich das ausgesprochen, und s. hat genickt. “Ja, mir gehts genau so”. dabei gibt es viele eichinger filme die wir beide gar nicht mögen. aber weil s. und ich fast gleich alt sind war eines unserer ersten kinoerlebnisse “die unendliche geschichte”. und wie ich gestern herausgefunden habe war s. als kind offenbar genau so ein freak wie ich, und er wusste auch alles über den film. im alter von ungefähr 10 jahren. inklusive des namens des produzenten: bernd eichinger. r.i.p.

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“die ursache bin ich selbst”. thomas bernhard im gespräch mit krista fleischmann. 1986. teil1:

teil 2 | teil 3 | teil 4 | teil 5

ich weiß eigentlich gar nicht was ich aus dem artikel hier zitieren soll, weil es um alle wichtigen dinge geht. um das fotografieren, die anonymität dahinter, das leben, das loslassen, und eine cordjacke. deswegen stelle ich hier ein schild auf, damit Sie alle hinfinden: bleigießen von goncourt.

hier war eine lustige grafik von einer plakatwand zu sehen, auf der der schriftzug AFFECTIONISTA aufgeleuchtet hat und ein feuerwerk sprühte. very glamorous. aber leider mit nicht abschaltbarem ton verknüpft, und das wollte ich mir und euch nicht bei jedem aufruf dieser seite antun. aber ihr könnt euch selbst sowas basteln, und zwar hier:

I got my name in lights with notcelebrity.co.uk

im fernsehen läuft eine fruchtikus werbung von darbo und wie immer denke ich an die autoszene aus “hundstage” und dann fällt mir ein, dass ich knapp vor weihnachten im thalia auf der mariahilferstraße war und während ich in der kassenschlange warte denke ich da spricht wer mit mir und ich drehe mich um und es ist eine frau, die da sitzt und starr vor sich hinschaut und ohne unterlass irgendetwas übers einkaufen murmelt und ich frage mich ob sie das vorbild für maria hofstätter in hundstage war weil sie ganz genauso klingt.

plane ein neues projekt: jeden tag etwas keatives machen und es ins wiederbelebte wohnzimmerweblog posten. wirklich jeden tag. (weil wenn ich das nicht tue geht es mir schlecht, habe ich erkannt.)

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bin beim ausmisten im verkauften und daher voraussichtlich in den nächsten monaten zu räumenden elternhaus auf meine theatervergangenheit gestoßen. und zwar nicht nur auf die regieassistentinnenzeit (regiebücher! ganze choreografien habe ich da aufgezeichnet, wann die schauspieler wohin gehen. und requisitenlisten. und der ganze rest), sondern auch aus den noch früheren zeiten in denen ich schauspielerin werden wollte. “nicht zu weit voraus denken. den text wirklich meinen” und sowas steht da auf einem kleinen notizzettel. und in einem anderen ordner lagen die anfänge meines filmdramaturginnenberufs. die zeit und ihr vergehen ist eine seltsame angelegenheit.

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das war das letzte weihnachten mit meinen eltern in diesem haus. ich habe hier zwischen 0 und 30 jahren gelebt (mit einigen mehrjährigen unterbrechungen, aber trotzdem. ach.).

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bei meinem letzten beruflichen belgienaufenthalt war der satz den ich am meisten gehört habe “there’s a change of plan”. wenn ich 2010 etwas gelernt habe dann ist es das annehmen und aushalten von veränderungen. nächster schritt: so weit zu kommen, dass mir veränderungen auch noch spaß machen. (mal sehen.)

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einziger wirklicher vorsatz für 2011: be crative! (siehe punkt eins)

kaum meldet mein hirn an den körper “urlaub” könnte ich den ganzen tag schafen. echt jetzt.

meine mutter meinte gerade, sie habe drei franzosen vom einkaufen mitgebracht, woraufhin der vater antwortete dass wir nicht auf die russen im kühlschrank vergessen sollen. er werde gleich die krakauer dazulegen. und die frankfurter stünden auch noch auf der liste.

ich. will. diesen. eierbecher.

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heute nach 5 minuten im saturn fast taub gewesen vor lärm. (werde wohl alt.)

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war am wochenende als brad pitt in einer karaokebar. warte auf die fotos.

ich habe ja immer so phasen. im moment heißt die phase “kreativ sein”. wenn ich zur zeit nicht jeden tag etwas kreatives mache geht es mir schlecht. oft muss ich auch arbeiten, das ärgert mich manchmal. es ist als hätte das kreativsein jahre in mir gewartet, bis ich es jetzt endlich bemerkt und rausgelassen habe. deswegen schwappt das alles sehr unbalanciert über. aber das macht nichts.

wie immer wenn etwas neues eine phase bestimmt suche ich nach inspirationen. im moment lese, höre und sehe ich zum beispiel vieles das von dem designer stefan sagmeister kommt. man fühlt sich zwar schnell wie ein peinliches rockstar groupie, wenn man das tut, aber der zweck heiligt bekanntlich die mittel. ich fasse mal die links zusammen, mit denen ich mein wochenende verbracht habe. “instant groupie-ism” als service für euch. quasi.

es gibt zwei bücher: made you look (kürzlich neuaufgelegt) und das aktuellere buch things i have learned in my life so far.

weiters natürlich die ted videos, die mich schon vor längerer zeit fasziniert haben als von der aktuellen phase noch keine spur war. ich glaube ich war da grad wieder knapp vor einem burnout und das wort “sabbatical” war der trigger. es gibt mehrere ted talks: eins (2004), zwei (2008), drei (2009).

weitere videos: typo berlin, the creators project, hillman curtis, scribe media, fora picnic

und einige podcasts: @fm4, design observer (viel über das sabbatical), dezeen, austria.info

und ich arbeite gerade an einem virtuellen ort, wo ich meine kreativität herzeigen werde. es wird sich mit ziemlicher sicherheit drüben im wohnzimmer abspielen. da brauche ich aber noch etwas zeit.

vielleicht ist das umbenennen der bankiers zu bankern ja auch an einigem schuld.

jetzt frage: wieso soll ich im winter in einem schlafsack auf die straße gehen? (file under: winterjackensuche)

kürbis-karotten-suppe, blinis, rote rüben salat mit hering, dazu ein stamperl wodka, danach zichorienkaffee. und jede menge gespräche. note to self: öfters die russischen freunde treffen.

mysql, hosting, datenbanken, transfer, domains. (große ereignisse werfen ihre technischen schatten voraus.)

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die stühle bei ikea und interio haben alle männernamen.

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spontane wohnungsbesichtigung ahead, das leben hält manchmal merkwürdige zufälle parat.

habe einige tage an einem sehr gut recherchierten drehbuchprojekt gearbeitet. fazit: this world is really f*cked up. (in dem drehbuch geht es unter anderem darum, dass jede entscheidung die eine oder einer in der heutigen zeit trifft kontinentübergreifende auswirkungen auf andere hat. ohne dass man sich dessen unbedingt bewusst ist.)

das ist nicht lustig. und ich muss mich dann immer an zwei sachen erinnern:

erstens, dass nicht die welt an sich schuld ist. die ist nämlich nach wie vor wunderbar. nur die menschen drauf sollten sich schleunigst zusammenreißen. sonst kann bald niemand mehr über diese sachen staunen:

und zweitens dass es menschen gibt, die gute ideen haben. man kann sich zum beispiel einige videos auf ted.com anschauen, wenn man das wieder mal vergisst.

was bleibt ist aber dass es in unserer komplizierten und globalisierten welt sehr schwierig ist das richtige zu tun. jeder einkauf, jeder akt im öffentlichen raum hat eine kette von auswirkungen. und ich stelle mal die these auf, dass man sich dem nicht entziehen kann, wenn man sich mal dazu entschlossen hat hier zu leben.

(ich hoffe wirklich, dass wir diesen film finanziert kriegen. das wäre mir wichtig.)