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wieso glauben die besitzer von bekleidungsgeschäften dass ich am samstag zwischen den extravielen leuten die mit mir in den abverkaufsanziehsachen wühlen mit extralauter discomusik aus extraaufgestellten boxen beschallt werden will? wobei es nichts nutzen würde wenn ich mich bei irgendwem dort über “extralaute discomusik” beschweren würde, denn die verkäufer und verkäuferinnen sind so jung dass sie nicht mal wissen würden was eine “disco” ist. ach.

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(es handelte sich übrigens um den peek&cloppenburg in der mariahilfer straße. ich rede jetzt nicht von extralaut dauerbeschallten geschäften wie tally weijl und so. nochmals ach. ich werde alt.)

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((gibt es da kein arbeitsschutzgesetz mit dezibelgrenzen für die mitarbeiterinnen und mitarbeiter? achach.))

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ich liebe, liebe, liebe den prater im winter. die geschlossenen fahrgeschäfte, das einsame lautsprechergequäke aus dem einzigen offenen autodrom, die eingehüllten hochschaubahnfahrwägelchen, die einsame geisterbahn. und dann noch die praterallee hinauf bis zum lusthaus spazieren, die sonne scheint, es ist kalt aber so schön und es riecht nach walderde. zum schluss ein mir bisher unbekannter weg quer rüber zur u3 station erdberg, das überqueren der fußgängerbrücke über autobahn und donaukanal. zuerst der wald, dann gleich die großstadt. ach wien, du stadt meiner träume. (photos mit “ph” weil analog aufgenommen, photos also gibt es erst wenn ich nächste woche den entwickelten film abholen werde. auch sowas großartiges, das analoge photographieren.)

ich bin nervös und zu spät dran. deswegen rufe ich ein taxi. es ist ein wunderbar sonniger tag, der taxifahrer kennt offenbar jede einbahn und schleust sich vom sechsten bezirk richtung schwarzenbergplatz. es läuft großartige jazzmusik in seinem taxi, und irgendwann dreht er lauter. die vorbeiziehenden häuser sind der beste film zu diesem soundtrack, und wenn die sonne an der ampel durchs fenster scheint mache ich die augen zu und genieße die wärme. eine viertelstunde später komme ich an, völlig entspannt. beim aussteigen frage ich nach der musik, es ist cannonball adderly, und der taxifahrer freut sich weil ich mich so über die musik freue.

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den vortrag zu dem ich gefahren bin halte ich dann im spiegelzimmer an der filmakademie. in der mitte hängt ein luster, und die verspiegelten wandpanele sind wahrscheinlich von 1890, die tapeten sehen auch danach aus. das ist wunderbar, der vortrag läuft gut, die zuhörerInnen sind wach und stellen wirklich gute fragen.

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danach scheint immer noch die sonne und ich denke: das leben ist gut.

am vormittag des vierundzwanzigsten gehe ich in die fleischerei ringl um die vorbestellten kalbsmedaillons abzuholen. die fleischerei ringl ist ein erlebnis für sich, nicht nur wegen der schweinsköpfe in der auslage. in dem sehr kleinen verkaufsraum hängeln an der wand links vom eingang getrocknete lungen und sonstige haltbar gemachte innereien (inklusive fellteile in kleine säckchen abgepackt, wozu die verwendet werden muss ich erst erforschen). das fleisch in der kühlvitrine stammt aus eigener produktion, ist frei von chemischen zusatzstoffen und überhaupt allerbester qualität. berühmt sind auch die vielen sorten leberkäse.

hinter der fleischbudel stehen die beiden metzgerstöchter und ihr vater. den töchtern ist gemein, dass sie sehr leise und langsam sprechen und dabei fast immer lächeln. halten sie währenddessen ein großes messer in der hand imaginiert man sich so manchen genrefilm zusammen. ich will das fleisch bezahlen, habe aber nur einen großen schein. um die sache mit dem wechselgeld zu erleichtern bestelle ich noch eine leberkässemmel dazu. “die semmeln sind aus, ich geh schnell welche holen” flüstert mir die metzgerstochter verschwörerisch lächelnd zu. ich lächle zurück und warte.

neben mir ist ein kunde schon länger in ein gespräch mit der anderen metzgerstochter verwickelt. ich höre dass es sich um eine namensverwechslung handelt. der kunde hat bestimmte würsteln vorbestellt, aber irrtümlich wurde das sackerl mit seinen würsteln einem anderen kunden mitgegeben der denselben nachnamen trägt. die würstel sind aus, der kunde verärgert. vor allem weiß er nicht was er jetzt seiner frau erzählen solle, meint er. die metzgerstochter schlägt vor es doch mit frankfurter würsteln zu versuchen, aber der kunde lehnt ab – seine frau koche immer zu weihnachten eine kärntner spezialität und dafür bräuchte man genau die würstel die jetzt jemand anderer mit seinem nachnamen zu hause liegen hat. eine verzwickte situation, die nach einigem hin und her sowohl den kunden als auch die metzgerstochter ratlos zurücklässt.

nach einer kleinen pause fragt die metzgerstochter vorsichtig: “und wenn sie andere kaufen und es ihrer frau nicht sagen?”. dem mann steigt die empörung ins gesicht: “ja glauben sie, die merkt das nicht? und das würde ja bedeuten dass ich meine frau anlüge! ich lüge doch meine frau nicht an, wie stellen sie sich das überhaupt vor!” die metzgerstochter sagt jetzt nichts mehr.

inzwischen bedient der metzgersvater einen weiteren kunden neben mir. dessen frau hat vergessen die knochen zum tafelspitz dazuzunehmen, und ohne mitgekochte knochen wird der tafelspitz bekanntlich nichts. der metzgersvater meint dass er zwar knochen habe, er sie dem kunden aber nicht verkaufen könne weil sie nicht frisch sind. sowas mache er nicht. die metzgerehre spricht aus jedem seiner sätze. schließlich gibt er dem mann ein besonderes stück fleisch mit, das von fett durchzogen ist. “das kocht sich aus” meint er. und dann wäre der gekochte tafelspitz wunderbar.

inzwischen ist die eine metzgerstochter mit den semmeln zurück und macht mir meine leberkäsesemmel. der erste kunde ist bereits seit längerem gegangen und nachdem ich bezahlt habe höre ich beim hinausgehen noch den metzgersvater am telefon sagen “sowas kommt vor. was glauben sie wie viele kunden wir mit gleichem nachnamen haben”, ich vermute es ist die frau deren menüpläne mit der kärtner würstelspezialität jetzt durcheinandergekommen sind. es ist inzwischen kurz vor zwölf und in ein paar minuten sperrt die fleischerei ringl für die weihnachtsfeiertage zu. dann ist auch dort platz für den frieden der heiligen nacht.

nach meiner zeit als regieassistentin bin ich ja jahrelang nicht mehr ins theater gegangen. und wenn doch, dann musste ich die ersten 15 minuten meine assitentinnenreflexe bekämpfen. selbst in einem theater in dem ich vorher nie war und bei einer inszenierung mit der ich nichts zu tun hatte fielen mir fehler beim lichtwechsel oder bei den requisiten und im bühnenbild auf und ich konnte mich nur schwer auf das stück konzentrieren. ganz schön anstrengend, so eine berufskrankheit.

mittlerweile gehe ich ab und zu doch wieder hin, wobei ich das klassische guckkastenbühnentheater nur so mittelinteressant finde. außer es ist sehr intelligent gemacht, und da hatte ich neulich glück. ich habe mir “der garten” von anja hillinger im schauspielhaus angesehen. darin treffen ein rockstar und eine konzertkritikerin aufeinander, im hintergrund dann menschen die aus meinem erweiterten freundeskreis stammen könnten (die redaktionschefin, der musikkritiker, der ewige student und die ganzen anderen verlorenen seelen mitte 30). der text ist unglaublich präzise und gut beobachtet. wirklich angefixt hat mich die inszenierung von felicitas bruckner, die eine schere aufmacht zwischen dem was die figuren sprechen (die noch dazu abwechselnd sie selbst sind und dann wieder erzählerpositionen einnehmen) und dem was sie tun. das ist komplex und großartig. leider wurde es im letzten drittel dann etwas wirr und für meinen geschmack auch zu laut auf der bühne, aber insgesamt war das ein sehr guter abend. ich mag kluge und durchdachte sachen, die sich nicht in geschwurbel verlieren sondern als präzise statements über das eigene leben im raum stehen bleiben.

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gestern dann kontrastprogramm – theatersport im tag. ich war noch nie bei so einer veranstaltung, und es war ein großes vergnügen. wobei überraschenderweise ganz zu beginn obige berufskrankheit zurück gekommen ist – bei der ersten improvisationsrunde habe ich mich so gestresst gefühlt als müsse mir jetzt etwas einfallen und als müsste ich jetzt selbst improvisieren, obwohl das nur die schauspieler auf der bühne mussten. manches ist so tief in mir verwurzelt, das wird sich nicht so schnell ändern. später habe ich dann realisiert dass ich das publikum bin und diese form von empathie jetzt zu viel des guten ist. dann konnte ich es auch genießen.

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jedenfalls gut dass ich wenigstens wieder hingehe, ins theater. sonst würde ich etwas versäumen.

apropos casting: letztes wochenende habe ich mit markus zett einen film gedreht. (file under: was ich sonst so tue.)

Das Casting from Ines Häufler on Vimeo.

“integrations-bambi” (quelle: infoscreen in der berliner u-bahn zu diesem thema)

meine filmfreunde und ich reden seit wochen darüber und jetzt ist es soweit: die viennale ist da. ich gehe fast jeden tag mindestens zweimal ins kino und spüre schon jetzt die auswirkungen. meine hauptnahrung besteht aus den drageekeksi die der großsponsor der viennale in kleinen raschelsackerln bei den kinoeingängen bereitstellt. und wenn ich aus einem film komme nehme ich meine umwelt anders wahr. heute zum beispiel, da komme ich aus dem künstlerhauskino und gehe am weg zur u4 am “club u” vorbei. daraus wummert die musik und ich komme mir sofort wie in einem arthousefilm vor, die filmliebhaberin die alleine durch die urbanität streunt und so weiter.

wie dem auch sei – wer wissen will was ich mir in den nächsten tagen anschaue und wie ich das finde was ich sehe möge bitte zu scriptalicious hinüberklicken. ich habe nämlich dort drüben das weblog reaktiviert und schreibe meine filmeindrücke auf. viel vergnügen!

ich führe beunruhigende gespräche mit freundinnen. es geht um die wirtschaftskrise und wie wir damit umgehen würden wenn es wirklich kracht. schon mal vorsorglich das wenige geld das wir auf der seite haben von den riesenbanken zu den kleineren banken schaffen. aber welche bank hängt da nicht mit drin? und die bausparverträge? die private pensionsvorsorge? das viele geld das ich der sozialversicherung zahle in der hoffnung irgendwann im alter wieder etwas herauszubekommen?

wir entwickeln visionen wie das leben aussehen könnte. ich denke mir ein netzwerk von engen freunden aus, innerhalb dessen wir wohngemeinschaften gründen würden. und gärten zu gemüseäckern machen. es würde wohl auch ein geldloser tauschhandel entstehen – lebensmittel gegen leistung. aber wer will in der krise schon unsere leistungen haben? “biete eine drehbuchanalyse für zehn semmeln”, “inszeniere einen film für drei warme mahlzeiten”. das wird nichts.

aber vielleicht wollen die leute ja in schlechten zeiten gute geschichten hören und sehen. das steht doch immer geschrieben, dass die kinos mit den wohlfühlfilmen sich füllen wenn die zeiten schlecht sind. obwohl – kino kann sich dann auch keiner mehr leisten. also abende mit illegal kopierten raubkopien, ich stelle meinen beamer zur verfügung. der eintritt wird in lebensmitteln erbracht.

oder wir bieten an dass wir gegen eine suppe in die wohnungen kommen und die familien zwei stunden bespaßen. das wäre vielleicht ein geschäftsmodell wenn selbst der strom für den beamer zu teuer wird. ziehendes volk, gaukler und so. (vielleicht nutzt es mir ja doch wieder was dass ich mal am theater war.)

wir könnten auch aus büchern vorlesen. vor allem für die, die jetzt nur mehr ebooks haben und deren ebookreader und ipads dann kaputt sind oder zu viel strom verbrauchen. die vorstellung bücher könnten wieder wertvoll werden ist aber sicher auch nur eine romantische. und die erkenntnis dass ich nichts kann was man im ernstfall braucht ernüchternd.

das alles sind phantasien. wie man sich das halt so vorstellt wenn man eltern hat die im zweiten weltkrieg geboren wurden, wenn man bücher und geschichten über die nachkriegszeit kennt und wenn man postapokalyptische filme ansieht. in der phantasie bleibt das dennoch immer irgendwie ein abenteuer. ich fürchte mich aber vor der realität. (denn wenn man über einige ecken hört dass der österreichische staat mit dem drucken von lebensmittelkarten begonnen hat rutscht mir kurz das herz in die hose.)

achso, wieso da oben die überschrift “dance!” steht? weil ich bei anke gröner das perfekte eskapistische video gefunden habe wenn man sich von diesen ganzen möglichen realitäten ablenken will: “let’s face the music and dance”. in diesem sinne:

in der auslage des teppichgeschäfts in der webgasse hängt ein großes schild: “SCHÖNPUTZEN 15 €/M2 (STATT 30€)”, und ich frage mich ob schiachputzen auch im angebot ist.

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eine mutter mit einem kleinen kind kommt mir entgegen, die mutter scheint etwas über termine zu reden (ich vermute es geht um den schulbeginn) und als sie auf meiner höhe sind fragt das kleine mädchen die mutter “und wann sind die nächsten ferien?”. gute einstellung hat das kind, denke ich mir.

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museum of broken relationships. jeder gegenstand eine geschichte. (a storytelling heaven, quasi.)

divorce day mad dwarf, museum of broken realtionships

divorce day mad dwarf, museum of broken realtionships

(via it’s nice that)

ich war in kopenhagen. eine schöne stadt mit schlechtem wetter. die dänen entpuppen sich jedoch im alltag tendenziell als rüpelhaft, und es fällt ihnen offensichtlich nicht auf. c. merkt an dass die erhoffte dänische schönheit bei den männern auch zu wünschen übrig lässt. das bed&breakfast ist hingegen formidabel.

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wir besuchen olafur eliasson im nebel und im regenbogen, ich bin ganz beglückt.

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I heart evol: rural city

evol: rural city

evol: rural city

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romance your own heart

mein letzter job als regieassistentin an einem theater ist jetzt mehr als zehn jahre her. danach wollte ich nicht mehr und bekam depressive verstimmungen, und rückblickend würde ich den grund dafür wohl “burnout” nennen.

“let’s celebrate tonight ’cause tomorrow you give your life to theatre” hatte jemand am abend in der runde vor dem ersten probentermin von “dantons tod” bei den salzburger festspielen in der regie von robert wilson gesagt, wo ich hospitantin war.

in den paar theaterjahren habe ich tatsächlich ausschließlich für die bühne gelebt. jeder verpatzte lichtwechsel in einer aufführung in der ich abendspielleitung hatte war eine persönliche katastrophe. die möbler und die requisiteure können sich nicht einigen wer den kleinen hocker beim umbau anfasst. der ins stück eingebaute korrepetitor für die heurigenszene von “geschichten aus dem wienerwald” schickt einen nicht instruierten ersatzmann zu den proben. am schluss meines letzten engagements ist der regisseur ein energievampir und lässt den schauspieler 30 mal aus der gasse auftreten und seinen ersten satz sagen, und am fünften probentag schießen mir die erschöpfungstränen nach den ersten fünf probenminuten des stücks in die augen nur weil ich neben dem regisseur sitzen muss (pikanterweise handelt es sich um “die zofen” von genet wo es um abhängigkeitverhältnisse geht). ich ziehe nach mitternacht einen kleinen handkarren mit probenrequisiten hinter mir her weil wir von der probenbühne ins haupthaus wechseln und das theater so klein ist das dieser job an mir hängen bleibt. es haben so wenige zuschauer karten reserviert dass wir die vorstellung in der kleinen kellerbühne absagen müssen und der regisseur meint “die leute verstehen eben die inszenierung nicht”. schauspieler verschwinden nach einem streit mit der regie für stunden und sind unauffindbar. und so weiter, eine ansammlung von existentiellen schicksalsschlägen.

hätte mir damals jemand gesagt “spinnst du? das ist doch nur theater”, ich hätte mich empört und wäre wortlos gegangen. gesünder wäre es aber auf alle fälle gewesen den satz ernst zu nehmen. jedenfalls steht viel von dem was ich damals nur unbewusst empfunden habe in diesem interview mit der theaterregisseurin karin beier.

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eigentlich ist der beruf den ich jetzt habe noch absurder: ich beschäftige mich stundenlang mit fiktiven figuren als wären sie real, ich ringe um ihre konflikte, kämpfe mit sendeplätzen, redaktionen, zuvielen meinungen die an einem drehbuch zerren. in den stunden in denen ich arbeite gibte es weniges das ich ernster nehme als diese quasi reale fiktion. aber ich kann viel leichter aussteigen und habe ein echtes leben nebenbei. Ich bin einerseits dem elfenbeinturm entkommen und habe andererseits spaß wenn ich in ihm sitze. vielleicht nennt man das abgrenzung, für mich heißt es: alles ist gut. und schön langsam bekomme ich sogar wieder lust auf theater.

als ich für das gestrige be creative projekt die österreichische benimmbibel von 1957 durchgeblättert habe bin ich auf folgenden text über das verfassen von liebesbriefen gestoßen:

wer in diesen dingen ungewandt und um worte verlegen ist, der möge bedenken daß liebe auch den ungeschicktesten und schlichtesten satz verklärt und daß ein gestammeltes “ich denke an dich” oder “sei wieder gut” oft weit mehr wiegt als die süßesten und schwatzhaftesten redensarten eines don juan.

mein rücken hat stellenweise dieselbe farbe wie mein bikini. frage: 1. welche farbe hat mein bikini? 2. was ist passiert?

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(es ist so wie ihr euch das vorstellt. schön blöd.)

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im drogeriemarkt die vergessene sonnencreme nachgekauft, dabei plötzlich an den geruch von tiroler nussöl gedacht. eine kindheitserinnerung aus dem strandbad von mattsee. meine eltern haben sich und mich nie damit eingeschmiert, aber diverse umliegende menschen haben das getan. besonders die älteren mit der ledernen dunkelbraunen faltenhaut. die jeden tag von früh bis spät in sonne gebadet haben.

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mattsee bei salzburg

(das foto ist schon älter. und ich war zu lange nicht im strandbad. sehnsucht.)

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im drogeriemarkt gibt es kein tiroler nussöl. aber es scheint noch zu existieren.

sommerfrisur

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jeden sommer dasselbe procedere, und jeden sommer denke ich wieder “die haare sind jetzt aber echt kurz”.

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ich warte vor dem friseur und unetrhalte mich mit der mitarbeiterin des modelabels daneben. wir reden über dies und das, da kommt ein mann vorbei mit einem rucksack und einem dunkelblauen sakko am arm. er will offensichtlich reden, und er smalltalkt über sein sakko, ein bisschen zu vertraut für einen fremden menschen. plötzlich sagt er “und, glücklich vergeben?” und schaut uns erwartungsvoll an. wir nicken beide eifrig (notlügen sind in dieser situation für mich ein muss), er fängt an über sein leid mit seiner “singlefalle” zu sprechen, in einer mischung aus deutsch und englisch. nach längerem hin und her geht der mann, nicht ohne noch laut weiterzureden dass er einen flug nach l.a. buchen muss, und das sei ja alles nicht so einfach. ich glaube er hat sein leben damit gemeint. wir waren aber beide ganz froh als er weg war.

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dieser gezeichnete vorschlag ist wirklich praktisch für situationen in denen man sich mal wieder nicht traut die drei worte auszusprechen.

das ipad und ich, wir haben uns ineinander verliebt. vor allem hat es mir flipboard angetan. endlich sehe ich alle fotos, seiten und videos die auf facebook, twitter & co. verlinkt sind sofort. und vor allem sieht das plötzlich so unglaublich elegant aus. ich kann mich durch seiten wie booooooom und ffffound wie durch ein schön layoutiertes magazin klicken, und entdecke dabei die großartigsten dinge. wie das weblog this isn’t happiness zum beispiel. und dann spiele ich eine runde tiny wings und erfreue mich an der flugfreude des kleinen vögelchens. hach.