der mensch, das merkwürdige wesen.
der mensch, das merkwürdige wesen.
los gehts. madame c. und ich sitzen mit den macbooks am sofa und sind startbereit. auf e! entertainment läuft der red carpet. u.a. moderiert kelly osboune, die einen enormen “big hair day” erwischt hat.
jetzt haben wir kurz michelle williams gesehen. wir lieben sie! (egal was sie anhat)
florence welch hab ich noch nie gesehen, aber das kleid ist super.
mila kunis schrammt knapp am nippelgate vorbei, aber das kleid ist super. eine chiffon-berauschung. (kleid von elie saab)
erster trend: kein schmuck. warum ist das so? Read the rest of this entry »
bevor ich hier die nächsten stunden über kleider, moderationen und den ganzen rest schreiben poste ich hier noch schnell meine oscar tipps. ich habe nicht das gewählt von dem ich glaube dass es gewinnen wird sondern das was meiner meinung nach gewinnen sollte. los gehts:
LEADING ACTOR: jesse eisenberg in “social network” (weil das überhaupt so ein guter film war)
SUPPORTING ACTOR: christian bale in “the fighter” (ich kenne den film nicht, aber so verkehrt kann das nicht sein)
LEADING ACTRESS: anette benning in “the kids are alright” (auch leider nicht gesehen, aber ach, anette benning)
SUPPORTING ACTRESS: hailee steinfeld in “true grit” (toller film, wunderbares mädchen)
ANIMATED FEATURE: toy story 3 (was sonst)
ART DIRECTION: true grit ( weil ich das subtile besser finde als das aufdringlich sichtbare)
CINEMATOGRAPHY: “the social network” (weil guter film und überhaupt)
COSTUME DESIGN: “alice in wonderland” (weil mir sonst nichts an dem film gefallen hat außer den kostümen)
DIRECTING: “true grit” (das war für mich eindeutig der beste film von allen oscarnominierten, die ich vorher noch angeschaut habe)
DOCUMENTARY FEATURE: “waste land” (geraten, und weil mir der banksy-hype so auf die nerven geht)
DOCUMENTARY SHORT: “strangers no more” (geraten)
FILM EDITING: “the social network” (allein für diese eine sequenz mit dem bootsrennen und für alles andere auch)
FOREIGN LANGUAGE FILM: “biutiful” (geraten, da wieder mal keinen von den nominierten filmen gesehen. schande.)
MAKEUP: “barney’s vision” (geraten, ich kenne keinen der drei nominierten filme)
ORIGINAL SCORE: “inception” (immerhin der soundtrack war gut. der rest so mittel.)
ORIGINAL SONG: “we belong together” aus “toy story 3″ (traditionellerweise)
ANIMATED SHORT FILM: “the gruffalo” (geraten)
LIVE ACTION SHORT FILM: “the crush” (geraten)
SOUND EDITING: “inception” (wie gesagt: sonst war das so mittel, aber ganz leer ausgehen will ich ihn nicht lassen)
SOUND MIXING: “the social network” (diese beiden sound kategorien hinterlassen mich ja immer etwas ratlos, daher auch hier: etwas geraten)
VISUAL EFFECTS: “inception” (für das lange sitzen der cgi experten am computer)
ADAPTED SCREENPLAY: “the social network” (was sonst)
ORIGINAL SCREENPLAY: “the kids are alright” (auch wenn ich ihn nicht gesehen habe, aber weder den sprechenden könig noch inception fand ich umwerfend)
BEST PICTURE: “true grit” (das ist wohl klar)
so, der beamer projiziert schon die fernsehbilder auf die leinwand und ich kümmere mich jetzt noch ums buffet. im nächsten eintrag wird dann live gebloggt. bis später!
endlich sind die lichter draußen wieder leise. willkommen 2011.
plane ein neues projekt: jeden tag etwas keatives machen und es ins wiederbelebte wohnzimmerweblog posten. wirklich jeden tag. (weil wenn ich das nicht tue geht es mir schlecht, habe ich erkannt.)
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bin beim ausmisten im verkauften und daher voraussichtlich in den nächsten monaten zu räumenden elternhaus auf meine theatervergangenheit gestoßen. und zwar nicht nur auf die regieassistentinnenzeit (regiebücher! ganze choreografien habe ich da aufgezeichnet, wann die schauspieler wohin gehen. und requisitenlisten. und der ganze rest), sondern auch aus den noch früheren zeiten in denen ich schauspielerin werden wollte. “nicht zu weit voraus denken. den text wirklich meinen” und sowas steht da auf einem kleinen notizzettel. und in einem anderen ordner lagen die anfänge meines filmdramaturginnenberufs. die zeit und ihr vergehen ist eine seltsame angelegenheit.
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das war das letzte weihnachten mit meinen eltern in diesem haus. ich habe hier zwischen 0 und 30 jahren gelebt (mit einigen mehrjährigen unterbrechungen, aber trotzdem. ach.).
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bei meinem letzten beruflichen belgienaufenthalt war der satz den ich am meisten gehört habe “there’s a change of plan”. wenn ich 2010 etwas gelernt habe dann ist es das annehmen und aushalten von veränderungen. nächster schritt: so weit zu kommen, dass mir veränderungen auch noch spaß machen. (mal sehen.)
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einziger wirklicher vorsatz für 2011: be crative! (siehe punkt eins)
ich kann mich noch erinnern, dass es in meiner kindheit im august immer ein ganz besonderes datum gab. und zwar war das der tag an dem der neue ikea katalog mit der post kam. ich war ein bisschen aufgeregt, obwohl unsere wohnung voll möbliert war, wie man so sagt, aber allein die vorstellung neuer möbel genügte mir. außerdem war die fahrt zum ikea damals immer ein abenteuer, denn der nächstgelegene war ganz früher in münchen, später nahe wels (heute: ansfelden/haid). der ikea in salzburg wurde erst 2003 eröffnet.
der katalog brachte damals das abenteuer einer kleinen reise und das entdecken von etwas neuem mit sich. “expedition ikea”, quasi.
heute repräsentiert der katalog nur mehr einen bruchteil dessen, was es im geschäft gibt. neues findet man dort ohnehin das ganze jahr über in kleineren dosen. und das internet hat die realität überholt, indem der komplette katalog dort schon tage vor der postauslieferung online durchgeblättert werden kann. kein abenteuer, kein entdecken.
schade, eigentlich.
(und wo kann ich mich darüber aufregen, der katalog seit letztem jahr in der hässlichen, aber internetkompatiblen verdana schrift gesetzt ist? ach, ach.)
“fate has ordained that the men who went to the moon to explore in peace will stay on the moon to rest in peace.” (*)
was wäre wenn die mondlandung damals mit einem crash geendet hätte? was wäre, wenn die astronauten mit ein bisschen sauerstoff und keiner möglichkeit zur rückkehr auf dem mond geblieben wären, um dort zu sterben? hier kann man es sich anhören. (via vsl)
dass die regenbogenparade ja eigentlich eine demonstration ist, bei der es um toleranz und rechte von schwulen und lesbischen menschen geht vergisst man gerne, weil natürlich gibt es musik und getränke und die ringstraße ist gesperrt, und ich sitze am rand der leeren straße, esse ein eis vom aida und warte bis die parade vorbeikommt und ich h. und b. treffe, die wie jedes jahr aus salzburg gekommen sind, und wir singen dann hie und da ein bisschen mit, quatschen und folgen den partytrucks bis zum schwarzenbergplatz.
dieses jahr maschieren die gay cops austria ganz vorne mit, leider ohne originale uniformen, aber egal. jedenfalls bin ich froh, trotz allem in einem land zu wohnen, in dem menschen, die sich outen keine gesetzlichen strafen fürchten müssen, und dass das hier ein land ist, in dem man für seine haltungen und rechte demonstrieren darf, in dem man laut geben kann ohne sofort eingesperrt zu werden. man vergisst ja gerne dass das erstens nicht die regel ist und zweitens lange dafür gekämpft wurde, damit das möglich ist.
gleichzeitig wird es wohl noch lange dauern (oder in österreich auch nie stattfinden), dass bei der regenbogenparade zum beispiel eine delegation von schwul-lesbischen kindergärtnerinnen und kindergärtnern und lehrerinnen und lehrern mitgeht. oder eine delegation von schwulen priestern. weil es eben dann doch (noch) nicht so einfach ist mit “gay pride” in österreich.
ich kam nicht umhin mir die schwedische kronprinzessinnenhochzeit anzuschauen. auf schwedisch, im internet. und ich muss zugeben – rührung galore. (andererseits heule ich ja schon bei der merci werbung los.)
diese rede, die der nunmehrige prinz daniel, im früheren leben fitnesstrainer, seiner angetrauten kronprinzessin viktoria gehalten hat, die war dermaßen voller liebe und überhaupt – ich krieg mich gar nicht mehr ein. und muss sofort zum dvd regal stürzen und die kostümfilme herausziehen, um weiterzuschwelgen. (“the young victoria” behandelt zwar ein anders königshaus in einer anderen zeit, wäre aber ein guter anfang.)
noch mehr fotos vom unaussprechlichen vulkan. (überhaupt: the big picture.)
ich imaginiere eine welt, in der die menschen auf bahn, autos, busse angewiesen sind. die großen meereskreuzer werden wieder aus der versenkung geholt, die leute lernen shuffleboard, um sich auf der langen überfahrt an deck die zeit zu vetreiben. die bundesbahnen müssen dem druck der öffentlichkeit nachgeben und auf den langstrecken ausreichende kapazitäten zur verfügung stellen. internationale meetings werden durch videokonferenzen ersetzt, was effizientere und kostensparende unternehmensführungen zur folge hat. internationale events werden zu virtuellen videoübertragenen ereignissen. jetsetter sind eine aussterbende gattung, der slowsetter dieser tage bewegt sich nur im umkreis der eigenen wohnung und kultiviert das wandern und trampen. soziale netzwerke boomen noch stärker, und die eigene welt wird wieder ein dorf.
(europa trägt asche.)
beginne eine intime beziehung mit dem benutzerhandbuch meiner brandneuen nikon d5000.
neil gaiman ist ein autor, dessen bücher gerne verfilmt werden (the golden compass, stardust). so auch geschehen mit coraline. nun bekam coraline eine oscar nminierung und neil gaiman ein ticket für die preisverleihung. und wie das so ist als absoluter nobody über den roten teppich zu gehen, beschreibt er in diesem wunderbaren erlebnisaufsatz im guardian:
We are scrunched together tightly as we go through metal detectors, and the beautiful watercolour dress is trodden on, and the lady wearing it is very gracious about this.
I ask Deette who’s inside the dress, and she tells me it’s Rachel McAdams. I want to say hello – Rachel’s said nice things about me in interviews – but she’s working right now. I’m not. No one wants to take my photo, or, Deette discovers, to interview me. I’m invisible.
im kodak theatre ist es dann auch nicht viel besser:
My fiancee is sending me messages on Twitter urging me to photograph the inside of the women’s toilet, something she did during the Golden Globes, but even in my sugar-addled state, that seems a potentially disastrous idea. Still, I think, I should head downstairs and, in the next commercial break, say hello to Henry Selick. I walk over to the stairs. A nice young man in a suit asks me for my ticket. I show it to him. He explains that, as a resident of the first mezzanine, I am not permitted to walk downstairs and potentially bother the A-list.
I am outraged.
I am not actually outraged, but I am a bit bored, and I have friends downstairs.
aber lest doch selbst, es ist wirklich sehr vergnüglich. (via anke gröner)