Archives for category: auf reisen

“integrations-bambi” (quelle: infoscreen in der berliner u-bahn zu diesem thema)

ich war in kopenhagen. eine schöne stadt mit schlechtem wetter. die dänen entpuppen sich jedoch im alltag tendenziell als rüpelhaft, und es fällt ihnen offensichtlich nicht auf. c. merkt an dass die erhoffte dänische schönheit bei den männern auch zu wünschen übrig lässt. das bed&breakfast ist hingegen formidabel.

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wir besuchen olafur eliasson im nebel und im regenbogen, ich bin ganz beglückt.

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I heart evol: rural city

evol: rural city

evol: rural city

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romance your own heart

ich war sechs tage in berlin. einer der ersten berlinalebesuche der mir fast durchgehend spaß gemacht hat.

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neue frisur. “ich will sowas wie in den 1920ern” sage ich zum besten aller friseure. er denkt kurz nach und beginnt zu schneiden. (er freut sich immer so, wenn er in meine locken hineinschneiden darf. am ende kommen dann tatsächlich frisuren heraus, und nicht bloß abgeschnittene haare wie früher bei den anderen friseurInnen. i heart glanz&gloria.)

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new hair do

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nach dem friseur habe ich mir ein kleid gekauft. ich weiß nicht wann ich das letzte mal ein kleid getragen habe. beim maturaball? jedenfalls veranstaltet e. in zwei wochen einen hausball, mit musik, tanz und dem ganzen rest. da kommt die 20erjahre frisur und das der zeit entsprechende cocktailkleid gelegen. und vielleicht ziehe ich danach ja öfters kleider an. man weiß nie was noch so in einem steckt.

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in berlin habe ich übrigens einen ganz hervorragenden norwegischen film namens “fjellet” gesehen.

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und dann war ich noch bei der premiere des films “die vaterlosen”. ich habe die gesamte entwicklung des projekts am rande miterlebt. als marie am ende vor der leinwand auf der riesigen bühne vom friedrichstadtpalast stand und ihr team vorgestellt hat habe ich fast geweint weil ich so stolz auf sie war.

brandenburger tor. verzaubert durch das seifenblasenmädchen.

Bubblegirl

Bubbleheads

Bubblejump

im zug. ein älteres paar.

sie: jo, de zwa san so liab mitanander.
er: und er kocht, er kocht!
sie: des is die wahre liebe!
er: genau. er kocht, weil sie kann eam’s ned recht mochn.

im weekday-laden in berlin läuft stilecht schwedische musik, und eine coverversion ist so gut, dass ich mir von der verkäuferin den titel auf der cd raussuchen lasse. es handelt sich um eine aufnahme aus dem jahre 1962 namens “stick iväg jack”.

und jetzt will ich nach schweden.

ich war dann noch fünf tage in berlin. und das beste daran sind die freunde, die ich dort habe. einige davon habe ich jahrelang nicht gesehen, andere zum ersten mal, wieder andere sehe ich regemäßiger, aber nicht so oft wie ich möchte. alle haben gemeisam, dass sie wunderbare menschen sind. ich bin oft ganz erstaunt, wie das geht, und es macht mich glücklich.

ich muss aber zugeben, dass mir berlin selbst immer noch nicht so wirklich etwas sagt. ich habe in der berliner ubahn oft den eindruck, die menschen wären dort latent auf abwehr, obwohl sich das dann ja auch wieder in einer merkwürdig rauen freundlichkeit ausdrückt, wenn es zur kommunikation kommt. aber irgendetwas liegt da drunter, das auf mich angestrengt und anstrengend wirkt.

vielleicht ist mir dort auch einfach alles zu groß und zu unübersichtlich, und ich projiziere das hübsch in der gegend herum. was weiß man schon.

wie dem auch sei: die freunde sind großartig, und man muss berlin ja nicht lieben nur weil die hipsters und bobos dieser welt es tun. (außerdem bin ich ja verliebt in wien. falls das jemand noch nicht mitbekommen hat.)

frage mich wie sich die stewards und stewardessen fühlen, wenn sie mehrere kilometer über der erde durch den bordlautsprecher sagen “heute können sie wählen aus einem wasa knäckebrot und einem snickers.”

in vorarlberg regnet es viel, und die nacht kann so kalt werden, dass glühwein serviert wird. die berge sind viel weiter weg als gedacht.

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das nicht renovierte hotelzimmer hat schiefe böden, ein durchgelegenes bett, eine duschkabine aus einem raumschiff (beziehungsweise so wie man sich ende der 1970er jahre ein raumschiff vorgestellt hat) und einen melancholischen ausblick.

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Hotel I

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immerhin steht das neue testament in dem kleiderschrank für den niemals türen vorgesehen  waren.

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Hotel II

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die fähre von lindau nach bregenz beherbergt verschiedene aufenthaltsräume in denen kaum jemand sitzt, denn endlich scheint draußen die sonne. die räume sehen kantinenartig aus, in einem hängen faschingsgirlanden. es ist mitte august.

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From Lindau to Bregenz by boat

der künstler christoph niemann schreibt zwar sehr selten in sein blog, aber wenn dann ordentlich. jetzt ist ein neuer eintrag online: die dokumentation eines langen flugs mit zwischenstopp in london.

Guess where I've been today.

gestern und heute graz, beruflich. sonntagsarbeit, die aber weniger schlimm war als befürchtet. trotzdem: sonntagsarbeit. ich habe meine seele der dramaturgiehölle verschrieben, es ist schön langsam amtlich.

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meine neue nikon d5000 gäbe ich am liebsten nie mehr aus der hand. überhaupt: das fotografieren – die reinste beruhigung für meine verkaufte seele.

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und dann noch barockmusik im ohr. (es geht jetzt wohl kaum noch bürgerlicher, aber scheiß drauf.)

eine virtuelle ansicht der sixtinischen kapelle. mit hintergrundmusik. erhebend, quasi. (via kottke)

(es gibt vieles, wofür ich das internet liebe. solche sachen gehören dazu.)

Yeti in Graz

in graz hatte ich eine merkwürdige begegnung vor dem schubertkino. erst mehrere kinder zerstörten meine illusion, als ich sie rufen hörte “da ist ein mensch drin, da ist ein mensch drin!”.

diagonale filmfestival in graz. anstrengender start wegen eines großen serienprojektes und besprechungsmarathon. danach aber viele filme, nette menschen, die sonne, und zweimal getanzt bis fünf uhr früh. quasi als befreiungsschlag gegen den anstrengenden beginn am mittwoch. es half.

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leider zur zeit: perlen vor die säue. (über die arbeit, das kleingehalten werden und den ganzen rest.)

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einige gute filme gesehen. inspiration und hoffnung!

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die erste erkältung dieses winters am frühlingsbeginn bekommen. (der körper hat einen sinn für originelle dramaturgie.)

wie auch bei meinem letzten besuch in belgien fahren wir am dienstag nach weillen, dem nachbarort von falaen, wo p. und j. wohnen. in weillen gibt es einen metzger vom alten schlag. es ist ein winziger familienbetrieb, der sohn des inhabers ist so um die 40, trägt eine altmodische schirmmütze, einen schnurrbart und eine metzgersschürze; das fleisch hängt vom haken, und jeden dienstag gibt es frische würste, die sich ringförmig neben dem tresen stapeln. die würste kommen in hell und dunkel, der metzger schneidet die gewünschten stücke ab, und zu hause brät man sie kurz an und isst sie zum beispiel mit ein bisschen apfelmus. der laden sieht aus als hätte er sich in den vergangenen sechzig jahren nicht verändert. und ich habe schon lange keine so gute frische bratwurst mehr gegessen wie vergangenen dienstag.

belg_butcher