Archives for category: auf reisen

in vorarlberg regnet es viel, und die nacht kann so kalt werden, dass glühwein serviert wird. die berge sind viel weiter weg als gedacht.

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das nicht renovierte hotelzimmer hat schiefe böden, ein durchgelegenes bett, eine duschkabine aus einem raumschiff (beziehungsweise so wie man sich ende der 1970er jahre ein raumschiff vorgestellt hat) und einen melancholischen ausblick.

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Hotel I

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immerhin steht das neue testament in dem kleiderschrank für den niemals türen vorgesehen  waren.

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Hotel II

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die fähre von lindau nach bregenz beherbergt verschiedene aufenthaltsräume in denen kaum jemand sitzt, denn endlich scheint draußen die sonne. die räume sehen kantinenartig aus, in einem hängen faschingsgirlanden. es ist mitte august.

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From Lindau to Bregenz by boat

der künstler christoph niemann schreibt zwar sehr selten in sein blog, aber wenn dann ordentlich. jetzt ist ein neuer eintrag online: die dokumentation eines langen flugs mit zwischenstopp in london.

Guess where I've been today.

gestern und heute graz, beruflich. sonntagsarbeit, die aber weniger schlimm war als befürchtet. trotzdem: sonntagsarbeit. ich habe meine seele der dramaturgiehölle verschrieben, es ist schön langsam amtlich.

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meine neue nikon d5000 gäbe ich am liebsten nie mehr aus der hand. überhaupt: das fotografieren – die reinste beruhigung für meine verkaufte seele.

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und dann noch barockmusik im ohr. (es geht jetzt wohl kaum noch bürgerlicher, aber scheiß drauf.)

eine virtuelle ansicht der sixtinischen kapelle. mit hintergrundmusik. erhebend, quasi. (via kottke)

(es gibt vieles, wofür ich das internet liebe. solche sachen gehören dazu.)

Yeti in Graz

in graz hatte ich eine merkwürdige begegnung vor dem schubertkino. erst mehrere kinder zerstörten meine illusion, als ich sie rufen hörte “da ist ein mensch drin, da ist ein mensch drin!”.

diagonale filmfestival in graz. anstrengender start wegen eines großen serienprojektes und besprechungsmarathon. danach aber viele filme, nette menschen, die sonne, und zweimal getanzt bis fünf uhr früh. quasi als befreiungsschlag gegen den anstrengenden beginn am mittwoch. es half.

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leider zur zeit: perlen vor die säue. (über die arbeit, das kleingehalten werden und den ganzen rest.)

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einige gute filme gesehen. inspiration und hoffnung!

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die erste erkältung dieses winters am frühlingsbeginn bekommen. (der körper hat einen sinn für originelle dramaturgie.)

wie auch bei meinem letzten besuch in belgien fahren wir am dienstag nach weillen, dem nachbarort von falaen, wo p. und j. wohnen. in weillen gibt es einen metzger vom alten schlag. es ist ein winziger familienbetrieb, der sohn des inhabers ist so um die 40, trägt eine altmodische schirmmütze, einen schnurrbart und eine metzgersschürze; das fleisch hängt vom haken, und jeden dienstag gibt es frische würste, die sich ringförmig neben dem tresen stapeln. die würste kommen in hell und dunkel, der metzger schneidet die gewünschten stücke ab, und zu hause brät man sie kurz an und isst sie zum beispiel mit ein bisschen apfelmus. der laden sieht aus als hätte er sich in den vergangenen sechzig jahren nicht verändert. und ich habe schon lange keine so gute frische bratwurst mehr gegessen wie vergangenen dienstag.

belg_butcher

da sitze ich in der nacht und informiere mich über impfvorschriften und einreisebestimmungen für die mongolei. und all das nur weil p. und j. mir angeboten haben, dass ich sie doch im sommer 2 wochen dorthin begleiten soll. i think i’ll grab the chance, my dear friends.

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die nikon d5000 lacht mich plötzlich so an, dabei experimentiere ich momentan doch auch gerne wieder mit analogem. und finanziell wäre das bei dem avisierten neuem macbook und der sommerlichen mongolei eher eine reine fantasie. (hallo, lottofee?)

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ach, das fotografieren.

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ich habe jetzt haustiere. sie sind von peru über belgien zu mir gelangt. den linken nenne ich chomsky, den rechten zeus.

chomskyzeus

analoge urlaubsbilder. auf fotopapier, dessen rückseite die aufschrift “kodak royal” trägt. mit körnung. und echten farben.

es wohnt ein kleines glück in mir.

urlaub.

dita von teese residiert offenbar seit heute hier im salzburger sacher.

habe die alte spiegelreflexkamera reaktiviert. (analogfotografie! das muss man sich mal vorstellen!)

aber jetzt anderes thema: der trailer zu tim burtons “alice im wunderland” ist da.

zufällig über 1-2-3 istanbul gestolpert. obwohl auf “reality”weise inszeniert, wirkt die serie recht leichtfüßig. sie läuft gerade im zdf dokukanal.

zurück aus cannes. die filmfestspiele sind der wirklichkeit gewordene marketingwahnsinn. man hat die innereien der filmindustrie vor augen wie den motor eines naked bikes.
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mir ist endlich eingefallen, von welchem lied der estnische songcontesttitel geklaut war: es ist der titelsong aus zorro!
zur veranschaulichung:
estland vs. zorro
(das wäre vielleicht ein guter titel für ein no-budget B-movie)
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draußen ist sommer.
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nizza ist schön. (fotos folgen)

nils holger moormann, mit dessen möbeln ich problemlos ganze wohnungen einrichten würde, hätte ich das geld, nils hiolger moormann also hat sich eine herberge geschaffen. zum sich einmieten. und das schaut alles so großartig aus (vor allem die alkoven-betten).